06.07.2017 - 18:18 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Wasserball Wasserballer wollen das Double

Die Meisterschaft ist bereits unter Dach und Fach, jetzt wollen die Wasserballer des SV Weiden das Double. Am Samstag steigt das Finale im süddeutschen Pokal.

von Autor PRGProfil

Den ersten Titel holten die Weidener Wasserballer vor knapp zwei Wochen. In Nürnberg gewannen die Oberpfälzer ihr letztes Ligaspiel und krönten sich zum Meister der 2. Wasserball-Liga Süd. Das Ziel des SV Weiden ist das Double aus Meister und Sieger im süddeutschen Pokal. Den zweiten Titel können die Jahn-Schützlinge am Samstag in Leimen gewinnen. Mit dem Pokalfinale kommt auch das offizielle Ende der Saison 2016/17 für die Weidener.

Die Euphorie in Reihen der Weidener Wasserballer hält sich trotz des Meistertitels und der Teilnahme am Pokalfinale in Grenzen. Aufgrund der Schwierigkeiten im Hauptverein und problematischer Personallage wurde auf die Teilnahme am Aufstiegsturnier in die Deutsche Wasserball-Liga verzichtet. Die Vereine auf den Plätzen zwei bis vier verzichteten ebenfalls, so dass mit dem SV Ludwigsburg der Tabellenfünfte am Start war und der stieg am vergangenen Wochenende in Köln prompt auf.

"Wir wussten, dass der Aufstieg dieses Jahr so einfach wie nie zuvor sein könnte. Dennoch mussten wir verzichten. Jetzt bleibt uns nur noch, dem SV Ludwigsburg zum Aufstieg zu gratulieren", bedauert Trainer Andreas Jahn. "Jetzt wollen wir zumindest das Double holen. Das Finale in Leimen schätzen wir als schwer ein. In Leimen hatten wir bisher traditionell unsere Schwierigkeiten, wir müssen sehr konzentriert spielen", ergänzt Kapitän Thomas Kick.

Die Spielgemeinschaft Leimen/Mannheim spielte entgegen den eigenen Erwartungen eine eher durchwachsene Saison. Platz drei kann sich eigentlich sehen lassen. Die Siege in München und Fulda zählen zu den Glanzleistungen, dagegen trüben die Unentschieden in Pforzheim und Friedberg ein wenig die Bilanz. Dennoch gilt Leimen/Mannheim als sehr heimstark und bereitet sich seit Wochen gezielt auf das Pokalfinale gegen Weiden vor. Die Teilnahme an einem großen internationalen Turnier in Holland wurde von den Verantwortlichen als sehr gelungen analysiert. Aber auch auf Weidener Seite dürfte es an der Motivation nicht scheitern. Louis Brunner will eine weitere Goldmedaille mit ins Gepäck in die USA nehmen. Nach dem vorerst letzten Spiel für Weiden macht sich das Talent auf die Reise zum Studium in die Staaten.

Auch die weitere Laufbahn von Torwart Matthias Kreiner ist sehr unsicher: "Wir hoffen, dass Matze ein Studium in München beginnt. Dann hätten wir noch die Chance, dass er für uns weiter spielen würde", so Trainer Jahn. Zwei sehr talentierte Spieler und große Hoffnungsträger ziehen lassen zu müssen, ist für jede Mannschaft schwer, vor allem wenn aus den Nachwuchsreihen nicht permanent Nachschub kommt.

Nach Aussagen der Wasserball-Verantwortlichen müssen sie jetzt einen Schritt nach dem anderen abwarten und relativ kurzfristig planen. Erst bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung soll sich die Zukunft des Vereines entscheiden. "Wir können nur grob für die nächste Saison planen, wir müssen abwarten, wie es mit dem Hauptverein weitergeht", äußert sich Abteilungsleiter Irek Luczak.

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