10.12.2010 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Weiden: Einstellung des Verfahrens - 750 Euro für das Kinderheim Nach Tankstellen-Zoff: Ralf Möhrle zahlt

von Redaktion OnetzProfil

Weiden. (rns) Gegen Zahlung von 750 Euro an das Kinderheim Windischeschenbach stellte Strafrichterin Brigitta Biebl das Verfahren gegen Ralf Möhrle ein. Dem Weidener Stadtrat und Gastronom hatte Oberstaatsanwalt Gerhard Heindl vorgeworfen, im Juli einen 60-Jährigen geschlagen zu haben. Der Oberstudienrat soll zuvor Möhrles Lebensgefährtin nach einem Streit an einer Zapfsäule der Altenstädter Jet-Tankstelle geohrfeigt haben.

Dass letzteres auf jeden Fall stimmte, ergab sich aus den Zeugenaussagen an zwei Prozesstagen. Neben der 40-Jährigen selbst bestätigten ein Polizist und der 47-jährige Tankstellenbetreiber, dass bei ihr eine Rötung im Wangenbereich festzustellen gewesen sei. Auch der Gymnasiallehrer hatte zugegeben, die Fremdsprachenkorrespondentin "vielleicht aus einer Abwehrbewegung heraus gestreift" zu haben.

Bei dem Pädagogen dagegen, der Möhrle beschuldigt hatte, ihn zehn bis 15 Mal mit der Faust auf den Hinterkopf geschlagen zu haben, und von "Mordversuch" sprach, hatte niemand eine sichtbare Verletzung feststellen können. Gegenseitige verbale Beleidigungen der übleren Art bestätigten alle Zeugen.
Um ein Ausufern des Prozesses zu vermeiden und "weil man von einem versuchten Faustschlag, den Möhrle zugegeben hatte, nicht wegkommen wird" - so die Verteidiger Dr. Lutz Rittmann und Marc Steinsdörfer - stimmten die Anwälte, ebenso wie Oberstaatsanwalt Heindl und Nebenklagevertreter Ludwig Bayer am Mittwoch der Einstellung gegen 750 Euro Geldbuße zu. "Es war nicht die ideale, gelassene Reaktion unseres Mandanten", stellte Möhrles Rechtsbeistand und Stadtratskollege Dr. Rittmann fest. Die Sache wird, so kündigte er an, seine Fortsetzung im Zivilverfahren haben.

Wegen des Schlags ins Gesicht der Freundin Möhrles folgt eine Schmerzensgeldklage. Als "unerträglich" hatte es Dr. Rittmann bereits früher bezeichnet, dass ein Strafverfahren gegen den Altenstädter Oberstudienrat von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden war.

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