26.02.2018 - 22:46 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Weiden feiert glücklichen Heimsieg gegen Luhe-Wildenau - Turbulente Schlusspaarung Hauchdünner Derbysieg für den SKC Gut Holz SpVgg Weiden

Knapp daneben ist auch vorbei. Der SC Luhe-Wildenau unterliegt im Lokalderby beim SCK Gut Holz SpVgg Weiden mit 3:5 (3454:3455). Ein Kegelpunkt Differenz (!) war somit ausschlaggebend. Der Sportclub wird wohl den Weg zurück in die Bayernliga antreten müssen. Die Weidener haben sich durch diesen hauchdünnen Sieg für ein weiteres Jahr die Zugehörigkeit zur 2. Kegler-Bundesliga gesichert.

David Junek hatte mit 622 Holz wesentlichen Anteil am Weidener Heimsieg. Bild: otr
von Norbert DietlProfil

Das war kein Spiel für schwache Nerven, denn am Ende entschied ein einziger Kegelpunkt zugunsten der gastgebenden Weidener über den Sieg. Dabei schien das Nervenkostüm der Hausherren stärker strapaziert zu sein, als das der Gäste. Manuel Donhauser bekam erst auf der Schlussbahn die Kurve, wobei das wohl eher an der schwachen Vorstellung des SC'lers Ivan Bosko lag, der nach einer 2:1-Führung seinen Vorsprung nicht ins Ziel retten konnte und mit 128:141 Holz sein Plus bei den Kegelpunkten auch noch verspielte. Und weil Gert Erben an seiner alten Wirkungsstätte nach verhaltenem Start gegen Thomas Immer das Match fest im Griff hatte, führte der SC bei einem Zwischenstand von 1:1 mit 29 Zählern. Im Mitteldurchgang war Dennis Greupner mit 118:148 gegen Manuel Kessler unterirdisch gestartet und konnte in der Folgezeit den verlorenen Boden auch nicht mehr wettmachen. Auf ansehnlichem Niveau duellierten sich David Junek und Patrick Fickenscher. Was nach einem knappen Ausgang dieses Vergleichs aussah, wurde auf der vierten Bahn eine klare Angelegenheit. Junek punktete insgesamt mit 3:1 und sorgte mit seiner überragenden Schlussbahn (175) dafür, dass der nach wie vor überraschende Vorsprung der Gäste auf zwölf Zähler zusammenschmolz.

Die Wimpernschlagentscheidung zugunsten der Hausherren fiel dann im Schlussdurchgang. Hier wurde deutlich, wie wertvoll Thomas Schmidt für den SKC ist. Nach verpatztem Start drehte er mit hervorragenden 165:133 Holz auf Bahn vier das Spiel. Das eigentliche Drama fand aber auf der Parallelbahn statt. Michael Gesierich fand gegen Michael Grünwald einfach nicht den Faden. Dass er mit seinen 164:146 Holz auf der dritten Bahn einen ganz wichtigen Beitrag zum späteren Sieg leisten würde, ahnte er bei seiner 1:3-Niederlage wohl selbst nicht. Grünwald suchte nach Spielende das berühmte Mauseloch, in das er sich am liebsten verkrochen hätte. Mit 129:128 Holz fuhr er den entscheidenden dritten Mannschaftspunkt ein, so dass es am Ende 3:3 stand. Die Entscheidung über den Gesamtsieg fiel über die Kegelpunkte und hier fehlte den Gästen ein Punkt zum Remis. Wo diese liegen geblieben sind, kann dahingestellt bleiben, denn jeder im Team hätte einen oder zwei Punkte mehr holen können. Besonders schlimm aber traf es Grünwald. Bei dessen viertletzten Schub stand noch ein Kegel, den er auch spielte. Da aber Grünwald etwas zu schnell dran war, die Bahn war noch nicht freigegeben, wurde der Schub ungültig gegeben und der eine Kegel nochmals aufgestellt. Und Grünwald schob danach drei Mal daneben.

Manuel Donhauser - Ivan Bosko: (136:138, 144:143, 138:142, 141:128) 559:551 - Satzpunkte: 2:2 - Mannschaftspunkte: 1:0; Thomas Immer - Gert Erben: (135:134, 128:146, 141:143, 132:150) 536:573 - 1:3 - 1:1; Dennis Greupner - Manuel Kessler (118:148, 166:159, 154:141, 142:147) 580:595 - 2:2 - 1:2; David Junek - Patrick Fickenscher (142:143, 159:155, 146:140, 175:152) 622:590 - 3:1 - 2:2; Thomas Schmidt - Daniel Wutz (126:158, 152:148, 142:138, 165:133) 585:577 - 3:1 - 3:2; M. Gesierich - M. Grünwald (137:140, 144:153, 164:146, 128:129) 573:568 - 1:3 - 3:3; Kegelpunkte: 3455:3454 - Voll: 2265:2269 - Abräumen: 1190:1185 - Fehler: 15:17 - Satzpunkte: 12:12 - Mannschaftspunkte: 5:3

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