Im Alter mit Sport starten
Runter vom Sofa, auf zum Training

Sport tut jedem gut - auch Senioren. Training und Bewegung stärken die Muskulatur, können den Blutdruck senken und das Sturzrisiko verringern. Die Koordinationsfähigkeit steigt – und Rücken- oder Gelenkschmerzen lässt sich oft mit einem speziellen Krafttraining vorbeugen. Auch wer zeitlebens keinen Sport getrieben hat, kann im Alter noch damit anfangen. Im Vorfeld sollten Senioren aber ihren Arzt um Rat fragen.

Gesundheitscheck wichtig

Bei einem Gesundheitscheck mit EKG werden der körperliche Zustand und die Leistungsfähigkeit überprüft. Gibt der Arzt grünes Licht, kann es losgehen mit dem Training. Möglich ist auch im Alter fast alles, es kommt auf die Neigung und die körperliche Konstitution an. Zunehmend gibt es auch in Fitnessstudios Trainingsprogramme für Ältere.

Senioren sollten darauf achten, dass die Übungen von ausgebildeten Fachkräften geleitet und überwacht werden. Gymnastik im Wasser ist oft ideal, um die Beweglichkeit von einzelnen Körperpartien zu trainieren. Ein Vorteil von Wassergymnastik ist, dass das eigene Körpergewicht reduziert erscheint. Dadurch falle es Teilnehmern oft leichter, sich auf die Übungen etwa zur Stärkung der Muskelkraft zu konzentrieren. Auch Walken und Radfahren sind beliebte Sportarten bei Senioren.
Gleiches gilt fürs Tanzen. Das macht Spaß, und gleichzeitig wird neben rhythmischer Bewegung zu Musik die Koordinationsfähigkeit gestärkt. Das kann dazu beitragen, dass Senioren auch im Alltag ihre Bewegungsabläufe besser koordinieren können und so das Risiko von Stürzen mit komplizierten Brüchen vermindern.

Spaß muss es machen

Wenn Senioren Sport treiben, dann geht es um Spaß und um Bewegung, aber nicht unbedingt um Leistung. Zwar können Ältere bei Interesse durchaus noch an Wettbewerben teilnehmen und etwa um Medaillen kämpfen. Ein Muss ist das aber nicht. Jeder sollte in Abstimmung mit dem Arzt oder Trainer das für sich richtige Maß finden.

Mit Sport gegen Altersdiabetes

Mit Sport können Senioren auch ganz gezielt etwas gegen typische Krankheiten wie Altersdiabetes tun. „Erwiesen ist, dass sie sich mit ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung nicht nur vorbeugen, sondern auch behandeln lassen“, wissen Sportmediziner. Dafür gibt es Trainingsangebote, die sich aus Kraft- und Ausdauersport zusammensetzen. Auch bei Depressionen kann sportliche Aktivität eine positive, unterstützende Wirkung haben – wenn es die Betroffenen erst einmal schaffen, damit anzufangen.

Es gibt aber auch Fälle, in denen ein Senior einsehen sollte, dass er von einer bestimmten Sportart Abstand nehmen muss und wechseln sollte: Das ist etwa dann, wenn es bei der körperlichen Aktivität zu unklarer Luftnot, einem Druckgefühl im Brustraum, Herzrhythmusstörungen oder sonstigen Schmerzen kommt oder man mehr als erschöpft im positiven Sinne ist. (dpa/tt)
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