21.01.2018 - 11:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Polizei zieht Schnee-Bilanz vom Wochenende 45 Unfälle und 7 Verletzte in der Oberpfalz

Auf Höhe der Ortschaft Grund sind die beiden Autos auf der Bundesstraße 85 zusammengestoßen.
von Marion Espach Kontakt Profil

Autofahrten wurden auf den Oberpfälzer Straßen am Wochenende zu Rutschpartien. 45 Kleinunfälle, 10 liegengebliebene Lastwagen und  4 Unfälle mit insgesamt 7 verletzten Personen zählt das Polizeipräsidium Oberpfalz allein bis Sonntagmittag.  Pfreimd/Fuchsmühl/Furth im Wald. Auf der Bundesstraße 85 in der Nähe von Sulzbach-Rosenberg sind am Samstagvormittag zwei Autos frontal zusammengestoßen. Der Unfall ereignete sich kurz vor 10 Uhr auf der Bundesstraße 85 bei der Abzweigung nach Grund. Der 43 Jahre alte VW-Fahrer aus Amberg fuhr auf der B 85 in Fahrtrichtung Sulzbach-Rosenberg, als ein vorausfahrender Pkw nach links Richtung Grund abbiegen wollte. Der VW-Fahrer bremste ab, geriet auf der vereisten Fahrbahn ins Rutschen und lenkte auf die Gegenfahrbahn, um einen Auffahrunfall zu vermeiden. Dort kam allerdings ein Opel Astra entgegen, am Steuer eine 50-jährige Frau aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, auf dem Beifahrersitz ihr 52-jähriger Ehemann. Beide Fahrzeuge prallten frontal aufeinander.

Feuerwehr und Rettungsdienst mühten sich fast eine halbe Stunde, um die schwer verletzte Frau aus ihrem Fahrzeug zu befreien, ihre Ehemann und der VW-Fahrer wurden leicht verletzt. Den Gesamtschaden bezifferte die Polizei auf gut 50 000 Euro.

Am Samstag gegen 13.15 Uhr war der Fahrer eines Dacia Dusters auf dem sogenannten Höhenweg von Fuchsmühl in Richtung Wiesau (Kreis Tirschenreuth) unterwegs. Die schmale Ortsverbindungsstraße führt in Fuchsmühl zum Kreuzberg in Wiesau. Kurz nach Fuchsmühl kam dem Dacia-Fahrer ein Isuzu D-Max entgegen. Beide Fahrer, die aus der Gegend stammen,  gerieten mit ihren Autos ins Rutschen und prallten frontal zusammen. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Bei dem Zusammenstoß wurden die Fahrer leicht verletzt, ein Rettungsdienst war aber nicht nötig. Den Sachschaden schätzt die zuständige Polizei auf etwa 12.000 Euro.

Auch einem 50-jährigen Mann machte der Winter zu schaffen. Er war mit seinem BMW am Samstag gegen 19.15 Uhr auf der Autobahn 6 bei Pfreimd zwischen dem Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald und der Anschlussstelle Nabburg-West unterwegs. Nach Angaben der Polizei wohl zu schnell für die schneebedeckte Straße, denn das Auto des Mannes geriet ins Schleudern und prallte gegen die Betonwand im Bereich des Mittelstreifens. Die Wucht des Aufpralls schleuderte den BMW wieder zurück und er stieß gegen einen Sattelzug, der gerade vorbeifuhr. Erneut wurde das Auto gegen die Betonwand geschleudert und kam schließlich zum Stehen. Ein Abschleppdienst musste den BMW abschleppen. Während die Polizei den Schaden an dem Auto auf etwa 16.000 Euro schätzt, blieb der Lastwagen heil.

Gegen Leitschutzplanke

Ein 23-Jähriger Nissan-Fahrer unterschätzte die glatte Straße ebenfalls. Er war gegen 19.25 Uhr auf dem gleichen Autobahnabschnitt unterwegs, allerdings auf der Gegenfahrbahn. Er kam nach rechts von der Straße ab und prallte gegen die Schutzplanke. Auch der Nissan wurde stark in Mitleidenschaft gezogen und musste abgeschleppt werden. Die Beamten schätzten den Schaden auf etwa 4500 Euro. Der 23-Jährige und seine beiden Mitfahrerinnen kamen mit dem Schrecken davon.

Bei Furth im Wald musste Samstagabend sogar ein Kran anrücken, weil auf der Staatsstraße 2154 der Anhänger eines Sattelzugs in den Graben gerutscht war. Der Lastwagen hatte Fahrzeugteile geladen, die das Technische Hilfswerk schließlich komplett umladen musste. Während der Aufräumarbeiten hat die Polizei den Verkehr umgeleitet.

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