23.07.2017 - 15:32 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

117 Absolventinnen der Sophie-Scholl-Realschule erhielten ihre Abschlusszeugnisse: Den großen Sprung wagen

Auf ihre Leistungen könnten "zu Recht stolz sein". So lobt Schulleiterin Susanne Genser die Absolventinnen der Sophie-Scholl-Realschule. Alle 117 haben den Abschluss geschafft.

Gruppenbild mit jungen Damen: 37 der 117 Schülerinnen haben die Mittlere Reife mit einer Eins vor dem Komma bestanden. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

37 Schülerinnen haben eine Eins vor dem Komma, 12 gar eine "echte Eins", also einen Schnitt unter 1,5. "Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein, nicht ein Sofa", zitierte die Realschuldirektorin bei der Abschlussfeier den englischen Politiker Harold Macmillan. Es ging ihr darum, den Absolventinnen zu vermitteln, dass sie nie den Absprung verpassen und immer wieder Neues wagen sollten. Wer unten am Sprungturm stehe, nehme die Höhe gar nicht wahr. Erst oben erkenne man das Furchteinflößende. Die Schülerinnen hätten sich viel Wissen angeeignet. Nicht nur Faktenwissen in den Fächern, denn das könne man heute überall mit dem Smartphone abrufen. Sich selbst ein fundiertes Urteil bilden, die eigene Meinung, den eigenen Standpunkt vertreten und für seine eigenen Überzeugungen einstehen zu können, dies sei das, was man mit dem Wort "Reife" umschreibe, sagte die Chefin.

Das Abschlusszeugnis sei Bestätigung und Hoffnung zugleich. Nämlich die Hoffnung, dass diese Reife Verantwortung nach sich ziehe. Genser: "Trotz aller persönlichen Herausforderungen möchte ich euch ans Herz legen, auch einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen." Einige der Absolventinnen hätten sich bisher neben der Schule schon ehrenamtlich engagiert. "Die möchte ich ermutigen ihren Weg weiterzugehen, sich für diese Gesellschaft einzusetzen." Die Höhe der Sprungbretter werde unterschiedlich sein. "Einige trauen sich schon den Sprung aus mehreren Metern Höhe zu, andere bevorzugen niedrigere Sprungbretter." Susanne Genser: "Den Mut zum Sprung müsst ihr alle für euch selbst aufbringen."

Für die Stadt Weiden sprach SPD-Stadtrat Norbert Freundorfer, der die abgeschlossene Schulzeit mit Reinhard Meys Song "Über den Wolken" verglich, wo die Freiheit wohl grenzenlos sei. Stadtrat Reinhold Wildenauer gratulierte für die Fraktion der Bürgerliste und als Vorsitzender des Fördervereins. "Jetzt habt ihr bereits mehr Eigenverantwortung. Diese muss man auch annehmen wollen", unterstrich er. Für den Elternbeirat wünschte Regina Müller alles Gute. Verena Schlömmer und Lena Keilhofer erinnerten im Namen der Absolventinnen an die Höhen und Tiefen der Schulzeit. Es spielten Big-Band und Percussion-Gruppe. Dazu hörten die Gästen Sängerinnen.

Die Besten

Als die drei Schulbesten wurden Jennifer Braun (1,17), Viktoria Reiff (1,18) und Katharina Götz (1,27) gefeiert. Ebenfalls eine Eins vor dem Komma hatten Michelle Braun, Viviane Fischer, Stefanie Fritsch, Leonie Winterl, Helena Häring, Romina Hruschka, Lena Keilhofer, Elisa Reil, Lena Eichler, Darleen Rettinger, Lara Schuhmann, Hannah Prößl, Leah Rittner, Isabel Balk, Laura Hofstetter, Marina Aracic, Anna Lehner, Emily Legler, Annalena Schaller, Marie Werner, Mathalie Frouz, Lea Mägerl, Janina Gashi, Sophia Götz, Sarah Kraus, Lara Sauer, Magdalena Bernklau, Bianca Brakert, Annika Dick, Teresa Bär, Lea Seifert, Lilith Thar, Julia Schaller und Annalena Lang. (uz)

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