10.08.2017 - 18:06 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

5000 Besucher feiern Serenaden-Finale mit Italienischer Nacht Die Magie der sechs Signori

Man möge den Superlativ verzeihen. Aber bei der Sommerserenade mit der Band "I dolci Signori" dürfte es sich um das größte öffentliche Picknick gehandelt haben, das Weiden je gesehen hat.

von Autor UZProfil

Aufhören, wenn's am größten ist: Nach Angaben von Veranstaltungsmanagerin Gertrud Wittmann feierten am Mittwochabend 5000 Besucher mit den Italo-Poppern das Grande Finale der diesjährigen "Sommerserenaden-Saison" im Max-Reger-Park. Ein Rekord! Den sich die Band auch verdient hatte.

Die Italiener trumpften vielseitig und einfallsreich auf, hatten sogar musikalisch "The Godfather", den Paten Don Vito Corleone, auffahren lassen. Der Weidener Pate hingegen hieß Kurt Seggewiß, seines Zeichens Oberbürgermeister. Er hieß die Besuchermassen mit "Buona Sera" willkommen.

Bis zum Flutkanal

Alle waren gekommen. Aus Böhmischbruck, aus Kaimling, aus Amberg. Ein gigantisches "Come together" aus Weidenern und Landkreis-Gästen. Vor der Bühne hatten gar nicht alle Platz gefunden. Deshalb war auch das Gelände dahinter bis zu den Stufen zum Flutkanal hinunter belagert. Wein, Bier, Mineralwasser, Rohwurst, Käse, Knabbereien: Auf aufgeschlagenen Wolldecken, die wie Tischdecken auf dem grünen Rasen ausgebreitet waren, schöpften die Leute aus dem Vollen. Heiner Nachtmann kam am Bierstand kaum mit dem Öffnen der Flaschen hinterher. Und am Weinstand wurden weißer und roter Rebensaft wie am Fließband ausgeschenkt.

Niemals welken

"I dolci Signori" antworteten mit Italo-Pop-Klassikern wie "Azzurro", "Volare" und "Tutta la Vita". Mit Songs, die nie dahinwelken werden, auch wenn einige von den Original-Interpreten längst in Rente gegangen oder tot sind, aber auch mit geschmackvollen Eigenkompositionen. Die Lieder, abgefangen zwischen Brenner und Sizilien, waren programmatisch für die unerschütterliche Zuneigung der Leute zu Italia.

Die Besucher waren hingerissen von der feinen Mischung. Angefeuert von den Sängern Rocky Verardo und Gianni Carrera, wurde vor der Bühne abgetanzt, gefeiert und gejubelt. "Die Hände nach oben!" Laura Branigans "Gloria" sollte eigentlich den Schlusspunkt setzen. Aber da hatten die "Signori" die Rechnung ohne die Fans gemacht. Weiter ging es bis zur artigen Verneigung. "Tschüss! Vielleicht wieder im nächsten Jahr." Mit ihrer ersten Italo-Musical-Revue wollen die Herren übrigens heuer noch auf die Theater-Bühne.

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