81-Jähriger will zum Nacht-Flohmarkt und gerät in Escape-Game
Unfreiwillig im Fluchthaus

Das Foto nach dem Spiel mit den obligatorischen Schildern. Für den 81-Jährigen gab es eine Sonderanfertigung. Bild: privat

Sowas ist im Weidener "Fluchthaus" auch noch nicht passiert. In eine Teilnehmergruppe am Escape-Game "Der verschollene Hausmeister" geriet versehentlich ein unfreiwilliger Teilnehmer. Der 81-Jährige hatte am Freitagabend eigentlich den Nachtflohmarkt besuchen wollen. Er nahm mit vier jungen Leuten die Tür zur alten Hauptpost - und befand sich plötzlich mitten im Live-Rätselspiel, das im Keller des Gebäudes durch mehrere geheimnisvolle Räume führt.

Das Verrückte: Game-Master Ufuk Solak, der die Spieler auf einer Video-Leinwand anleitet und Tipps gibt, dachte, der Senior gehört zur Gruppe aus Wernberg. "Ich habe noch zum Kollegen gesagt: Schau mal, die haben ihren Opa dabei." Die Teilnehmer hingegen glaubten, der Unbekannte gehöre zum Spiel, sei womöglich der "verschollene Hausmeister".

Eine Stunde lang folgte der ältere Herr den anderen Teilnehmern durch die Katakomben. Er beteiligte sich auch am Spiel: "Soll ich da jetzt mitsuchen?" Er schrak auch ordentlich zusammen, als das Licht ausging. Gruselelemente gehören zum Game. Als die Gruppe schließlich ihr Ziel erreichte und das Rätsel löste, traf man sich im Raum des Game-Masters. Erst da löste sich das große Missverständnis auf. Kommentar des 81-Jährigen: "Ich wollt' doch bloß zum Flohmarkt." Und: "Ein bisschen Angst hatte ich fei schon." Ufuk Solak brachte ihn schließlich zum Nachtflohmarkt nach nebenan: "Unser ältester, ungewollter Spieler - Respekt!", sagte er. Die sympathischen Gäste aus Wernberg hatten damit einen denkwürdigen Freitag, den 13.
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