Adventslichtspeisung hilft seit neun Jahren Bedürftigen
Warmes Essen für die Seele

Einmal im Jahr schaut Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (Mitte) bei der Adventslichtspeisung vorbei. Gemeinsam mit Initiatorin Renate Freuding-Spintler (Zweite von rechts) und den Gästen lassen sie sich Fleischpflanzerl mit Blaukraut und Nudeln schmecken. Bild: Schönberger

Für die 82-jährige Erika S. ist das gemeinsame Essen ein Höhepunkt der Woche. "Ich komme seit über zwei Jahren hier her und es schmeckt mir immer." Die Seniorin vom Stockerhut nutzt das Angebot der Adventslichtspeisung im "Café Mitte" regelmäßig. Schon allein deswegen, weil sie dann "aus ihrer Wohnung mal rauskommt und nette Menschen trifft". Am Mittwoch hatte sich Oberbürgermeister Kurt Seggewiß zum Essen angekündigt. Viele der anwesenden Gäste freuten sich über einen Plausch mit ihm.

Vor neun Jahren startete "Adventslicht"-Initiatorin Renate Freuding-Spintler, unterstützt von Schirmherrin Maria Seggewiß, das Essensprojekt. Wer seine Bedürftigkeit nachweisen kann, erhält von Monika Langner von der Gleichstellungsstelle im Rathaus bis zu sechs Gutscheine im Monat. Im Moment profitieren rund 40 Personen von dem kostenlosen Angebot, das von Oktober bis März läuft.

Montag, Mittwoch und Freitag ist Essensausgabe mit Suppe, Hauptgericht und Tee so viel man möchte. "Bei uns ist bisher noch jeder satt geworden", sagt Theresia Dietl. Gemeinsam mit Werner Mayer kümmert sie sich an diesem Tag um den Service. Insgesamt halten 18 ehrenamtliche Helfer das Projekt am Laufen. "Ohne sie könnten wir das nicht stemmen", ist Freuding-Spintler dankbar. Finanziert werde die Speisung über die Wohltätigkeitsaktion "Sommerlichter". Der Bedarf sei da. In den vergangenen Jahren hätten die Anfragen zugenommen. Das gemeinsame Essen sei für viele eine Abwechslung im Alltag. Mancher habe auch neue Freundschaften geschlossen, so die Initiatorin.

Die Altersstruktur an der Essensausgabe ist gemischt. Auffallend viele ältere Frauen sind unter den Gästen. "Sie arbeiten ihr Leben lang, ziehen Kinder groß und dann reicht die Rente nicht zum Leben. Das ist ernüchternd", so Seggewiß. Er sei froh, dass es die Adventslichtspeisung in Weiden gibt. Das Essen kommt aus der Kantine der Firma Witt. Am Mittwoch gab's Gulaschsuppe, Fleischpflanzerl mit Blaukraut und Nudeln. Und es schmeckte. "Sehr lecker", lobten alle Anwesenden. Für Freitag lagen bereits 24 Anmeldungen vor.
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