23.03.2018 - 16:28 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Ära Rath zu Ende Allseits geschätzter BRK-Direktor Rath verabschiedet

Das Blaulicht von einem knappen Dutzend Einsatzfahrzeugen blitzte am Freitagvormittag vor dem Rotkreuzhaus. Die Mitarbeiter bereiteten ihrem Kreisgeschäftsführer Franz Rath einen würdigen Abschied in den Ruhestand. Seit 1990 als Stellvertreter von Adolf Dendorfer und ab 1999 als Kreisgeschäftsführer hat Direktor Rath die Geschicke des BRK-Kreisverbands Weiden-Neustadt/WN gelenkt.

Gut 120 hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Hilfsorganisationen und Ärzteschaft verabschiedeten Direktor Franz Rath (Mitte, rote Krawatte, mit Gattin Rita) in den Ruhestand.
von Autor hczProfil

Zu der Feierstunde fanden sich neben haupt- und ehrenamtlichen Rotkreuzhelfern Vertreter der Wirtschaft und der Politik aus Stadt und Land, befreundeter Hilfsorganisationen sowie der Spitze des BRK-Landesverbands ein. Die Führung des Kreisverbands war durch den Vorsitzenden Simon Wittmann, dessen Stellvertreter OB Kurt Seggewiß und Landrat Andreas Meier sowie die Schatzmeister Gerhard Kneidl und Hans-Jörg Schön vertreten.

Hobby als Lebensaufgabe

Nach seiner Bankkaufmannslehre und Wehrdienst bei der Marine hatte Rath im Juli 1979 sein Hobby zum Beruf gemacht. Er begann als Rettungssanitäter beim BRK. Bereits vier Jahre später wurde er zum Leiter des Krankentransports ernannt und war 14 Jahre Personalratsvorsitzender. Ehrenamtlich war er als Vorsitzender der damaligen Sanitätskolonne, als Erste-Hilfe-Ausbilder, sowie im Rettungs- und Krankentransport tätig.

Kreisverbandsvorsitzender Wittmann zählte die zahlreichen Baumaßnahmen unter Raths Verantwortung in der Region auf. In Rotkreuz-Häuser, in Seniorenheime, in Wasserwacht-Gebäude und in Rettungswachen von Erbendorf über Neustadt am Kulm, Dießfurt, Vohenstrauß und Hammergmünd bis Weiden-Süd war unter Raths Regie investiert worden. Und, so Wittmann: Trotz ständigen Bauens habe man nie rote Zahlen geschrieben. Er dankte Raths Ehefrau Rita für die Unterstützung ihres Mannes mit Blumen und erinnerte an das Motto des 63-Jährigen: "Wenn jemand in Not ist, hat alles andere liegenzubleiben." Stellvertretender BRK-Landesgeschäftsführer Wolfgang Obermair (München) würdigte, dass Rath den Kreisverband zu einem beachtlichen Unternehmen weiterentwickelt habe. Mit dessen Nachfolger Sandro Galitzdörfer hoffe er auf ebenso gute Zusammenarbeit.

"Mensch mit Herz"

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bezeichnete den künftigen Ruheständler als "Mensch mit Herz", der bei den Hilfseinsätzen immer auch selbst Hand angelegt habe. Respekt gebühre ihm auch dafür, dass es ihm gelungen sei, die Zahl der ehrenamtlichen Helfer von 1750 auf 3000 fast zu verdoppeln. Landrat Meier dankte namens der Bürgermeister und Gemeindevertreter des Landkreises. Das neue "Bayerische Ausbildungszentrum für besondere Einsatzlagen" in Neuhaus sei Raths Engagement mit zu verdanken.

Direktor Rath rief dazu auf, das Erbe von Rotkreuz-Gründer Henry Dunant weiterhin zu leben. Er selbst "komme aus dem Ehrenamt und gehe wieder dorthin". Eines der Ämter, die er weiterhin bekleiden werde, sei der des "Führers vom Dienst", der bei Krisen und schwierigen Einsätzen die Abläufe in der Rotkreuz-Geschäftsstelle zu koordinieren hat.

Rath dankte allen seinen Mitarbeitern, besonders der stellvertretenden Kreisgeschäftsführerin Edeltraud Sperber und wünschte seinem Nachfolger Galitzdörfer eine gute Hand zum Wohl des BRK. Die Vertreter von Wasserwacht, Bergwacht, Bereitschaft, Jugendrotkreuz und Wohlfahrt/Soziales überreichten als Abschiedsgeschenk einen Hotelgutschein für Südtirol.

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