13.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Ärzte tauschen sich über Behandlungsmethoden aus Darmkrebs: Chemo und Operation Standard

Über die Behandlung von Darmkrebs tauschten sich Mediziner aus Weiden und aus Pilsen bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung aus. Alle Referenten waren sich mit der Aussage von Chefarzt Professor Dr. Karl-Heinz Dietl (Klinikum Weiden) einig, wonach bei dieser Form der Erkrankung chirurgische Maßnahmen in Verbindung mit Chemotherapie und interventionell-ablativen (Metastasen zerstörende) Verfahren noch immer Basis jeder Therapie sind. Fallbeispiele untermauerten die Aussage.

Professor Dr. Karl-Heinz Dietl (Mitte) und Professor Dr. Frank Kullmann (Zweiter von links) leiten die Inforunde zu Darmkrebs. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

So schilderte Dr. Stepanka Senkyrova, Ärztin der Allgemeinchirurgie am Klinikum Weiden, die Krankheitsgeschichte eines 55-jährigen Patienten. Festgestellt wurden ein Darmkarzinom sowie die häufig damit verbundenen Lebermetastasen. Die Diagnose erfolgte im Jahr 2016. In einem Mehrstufenverfahren von Chemotherapie und chirurgischen Operationen wurde der Patient behandelt. "Aktuell ist er tumorfrei", berichtete die Medizinerin. Gesteuert wurde die Behandlung durch die Tumorkonferenz, in der Ärzte aus verschiedenen medizinischen Disziplinen zusammenarbeiten. Dabei waren unter anderem Chirurgen, Onkologen, Radiologen, und Strahlentherapeuten. "Noch vor wenigen Jahren hätte der Patient maximal zehn Monate überlebt", stellte Senkyrova fest.

Der Vortrag von Privatdozent Dr. Werner Heinz, Leiter Hämatologie/Onkologie am Klinikum Weiden, bestätigte, "dass durch Chemotherapie ein Zustand erreicht wird, dass operiert werden kann". Die Aussage bezog sich auf eine Studie mit 448 Patienten. Vorträge über Methoden zur Messung und Steuerung der Blutgerinnung bei Operationen und über das Krebsregistergesetz rundeten die Veranstaltung ab.

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