Aktionstag an der OTH Amberg-Weiden
Seele in Balance bringen

Hochschulseelsorger Pfarrer Hans-Martin Meuß (vordere Reihe, rechts) gibt am Aktionstag "Stressprävention" eine Einführung in "Meditativem Gehen". Bild: sbü

Normalerweise geht es im Studienbereich Medizintechnik an der OTH um moderne Technologien und Verfahren für Ärzte und Krankenhäuser. Diesmal dreht sich alles um Stress - und interessante Methoden, ihm zu entgehen. Beispiel: meditatives Gehen oder Energiegähnen.

(sbü) Wie wir wissen, hat Stress positive und negative Auswirkungen auf den Menschen, und zu viel Stress ist schädlich. Beim OTH-Aktionstag "Stressprävention" lernten die Teilnehmer vorzubeugen, dass die schädlichen Auswirkungen von Stress erst gar nicht entstehen. Das Projektteam "OTHealthy" unter Leitung von Professor Dr. Clemens Bulitta bot für Interessenten von innerhalb und außerhalb der Hochschule ein vielfältiges Angebot zu Stressvorbeugung und -vermeidung.

Aroma bis Trampolin

Beteiligt an dem Programm waren auch VHS Weiden-Neustadt und die AOK als Kooperationspartner sowie die Hochschulseelsorge. "Stress ist alles, was den Organismus oder die Seele aus der Balance bringt", sagte Dr. Ute-Heide Kleppik, Leiterin des Instituts für Positive Lebensführung in ihrem Vortrag. Dieser bildete am frühen Abend den Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung. Den ganzen Nachmittag über gab es für die Teilnehmer zahlreiche Informations- und Trainingsangebote. Erfahrene Trainer boten Kurse in Yoga, Tai-Chi und Shaolin Quigong. An Infoständen von AOK und VHS ging es um Themen wie Entspannungstechniken, Aromatherapie, Ballettunterricht, Trampolinspringen oder auch Relaxen in den Liegestühlen der Hochschulseelsorge.

Pfarrer Hans-Martin Meuß von der Hochschulseelsorge bot spontan einen Schnupperkurs für "Meditatives Gehen". Dabei lernten die Teilnehmer, sich in langsamen Gehbewegungen innerlich zu sammeln, zu konzentrieren und die Umwelt zu vergessen. Im Vortrag von Ute-Heide Kleppik übten die Zuhörer Techniken zum Stressabbau. Die Techniken heißen "Erdknöpfe", "Raumknöpfe" oder auch "Energiegähnen als Muntermacher". Sie zeigte auch "Gehirn-Einschaltknöpfe", Überkreuztanz-Bewegungen und Methoden, die rechte und die linke Gehirnhälfte zusammenzuführen.

Die Frage "Warum bekommen Tiere keinen Herzinfarkt?" beantwortete die Medizinerin damit, dass Tiere den Stress hauptsächlich in der Bewegung oder im Kampf wieder abbauen würden. Ute-Heide Kleppik zitierte das chinesische Sprichwort: "Den Tiger tötet man zu Hause." Auf die heutige Zeit bezogen bedeute dies vor allem, dass man auf Erholungsphasen Wert legen sollte. Seit Urzeiten führe positiver wie negativer Stress zu erhöhter Adrenalinausschüttung. "Dies hat beim Höhlenmenschen zum Überleben verholfen, heute brauchen wir das nicht mehr" sagte die Ärztin. Stress führe auch zu einer Übersäuerung im Körper, die wiederum Krankheiten auslöse. Um Stress zu vermeiden, empfahl sie, das Wort "müssen" aus dem Wortschatz zu streichen und Eigenverantwortung zu zeigen. "Müssen raubt Energie." Eine vorausschauende Zeitplanung könne Stress vermeiden. Dazu sollte der Tag in A-, B-, und C-Aufgaben eingeteilt werden. C-Aufgaben würden sich oftmals von selbst lösen.
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