25.04.2018 - 18:40 Uhr
Oberpfalz

Altneihauser Feierwehrkapell`n beim Kardiologieforum Humor ist Herzenssache

Lachen ist gesund. Denkt sich auch die Altneihauser Feierwehrkapell'n und sorgt mit ihrem humoristischen Auftritt beim Kardiologieforum für Heiterkeit in den Reihen der Ärzte.

Der Gastgeber des Kardiologieforums, Professor Robert Schwinger (links) bedankt sich bei der Altneihauser Feierwehrkapell'n mit Norbert Neugirg für deren heiteren Auftritt. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Der letzte Programmpunkt des 12. Niederbayrisch-Oberpfälzischen Kardiologieforums in den Räumen der OTH war den "Altneihausern" vorbehalten. Als "Kardiologie in der bayerischen Heimat" wurde die Aufführung angekündigt. Tatsächlich ging es in den Texten von Feuerwehrkommandeur Norbert Neugirg auch fast ausschließlich um Herzerkrankungen und die Referenten des Forums. 20 Minuten waren eingeplant, der Auftritt dauerte fast doppelt so lange.

Am lautesten wurde gelacht, als Neugirg die Tagung als "Schwinger-Club" bezeichnete. Überhaupt nahm Gastgeber Professor Robert Schwinger sowohl bei den Fachvorträgen und noch mehr in Neugirgs Texten eine zentrale Rolle ein. Schwinger ist laut Neugirg "Gallionsfigur der bezahlten Herztortur".

Auch dass man das Klinikum Weiden "konsequent in Professor-Schwinger-Anstalt umbenennt", schlug Neugirg vor. Schließlich sei der auch "bekannt für besondere Wege in der Herzens-Brauchtumspflege". Daneben "sei bis heute nicht ganz klar, welche Paragrafen er verletzte, dass man nach Weiden ihn versetzte". Der Auftritt endete mit dem Wunsch: "Möge uns das Schicksal ersparen, dass wir waagrecht vorgefahren, irgendwem von denen allen, in die Hände fallen."

Beim vorangegangenen Kardiologieforum hatten 13 Medizinprofessoren, Chefärzte und Privatdozenten gesprochen. Vorgestellt wurden unter anderem neue Diagnostik- und Therapieverfahren bei Herzrhythmusstörungen und dem Vorhofflimmern. Herzklappen- und der sogenannte Vorhofseptumdefekt wurden ebenso behandelt wie die häufigen Herzprobleme der Diabetiker. Gezeigt wurden auch Operationsmethoden, um chronisch verschlossene Herzkranzgefäße wieder zu öffnen. "Retrograde Technik" nennt man diese Art der Operation bei der ein zweiter Katheder über eine zweite Arterie in Verbindung mit einem Ballon eingesetzt wird. Als "Hochgebirgstour, die nicht so einfach und ungefährlich ist, bezeichnete Professor Dr. Martin Giesler vom Klinikum Deggendorf das Verfahren.

Schwinger sprach über die neuen Behandlungsleitlinien für Herzinfarktpatienten. "Jeder kann betroffen sein" war der Vortrag überschrieben. Wer im Alltag miterleben muss, dass jemand verdächtige Beschwerden aufweist, sollte "umgehend die Rettungskette alarmieren und nicht dastehen und beobachten". Nach den Vorgaben muss innerhalb von zehn Minuten ein EKG erstellt werden, das dann in der Herzklinik bereits vorliegt, wenn der Patient dort eintrifft. Wichtig sei auch, dass der Patient in die "richtige Herzinfarktklinik" mit 24-stündiger "Kathederbereitschaft" gebracht wird. Schwinger verwies auch darauf, dass die Interpretation des EKGs nicht immer einfach sei. Das nächste Kardiologieforum findet in Passau statt.

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