11.10.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ambulanter Hospizdienst Weiden-Neustadt/WN erweitert sich Welthospiztag am 14. Oktober

Am 14. Oktober ist Welthospiztag. Jeder Mensch soll, wenn notwendig und gewünscht, eine grundlegende Versorgung erhalten. Pünktlich zu diesem Termin hat der Hospizdienst der Malteser in Weiden Verstärkung bekommen.

Das Hospiz-Koordinationsteam vor dem historischen Verwaltungsgebäude "Zur Zentralwerkstätte" (von links): Hildegard Haupt, Leiter Rüdiger Erling, Elke Lauterbach und Renate Buchfelder. Bild: rdo
von Autor rdoProfil

In der Region Weiden-Neustadt/WN gibt es seit 18 Jahren den ambulanten Hospizdienst, betrieben unter dem Dach des Malteser-Hilfsdienstes. Um Schwerkranken und Menschen in der letzten Lebensphase künftig noch besser zur Seite zu stehen, erweitert der Hospizdienst den Bereich der professionellen Koordination.

Zum 1. September hat Elke Lauterbach als weitere Koordinatorin ihre Tätigkeit aufgenommen. Somit sind nun vier Koordinatoren tätig: Hildegard Haupt (Schwerpunkt westlicher Landkreis), Renate Buchfelder, Elke Lauterbach und Leiter Rüdiger Erling. Er ist zudem regionaler Ansprechpartner der Hospizarbeit für die Region Bayern-Thüringen mit insgesamt 16 Diensten.

Die 55 ehrenamtlichen Hospizhelfer in Weiden-Neustadt/WN unterstützen pro Jahr rund 130 Menschen und deren Angehörige in der letzten Lebensphase. Das kostenlose Angebot legt seinen Schwerpunkt auf die psychosoziale Begleitung. "Wir besuchen Menschen zu Hause, in stationären Einrichtungen, auf der Palliativstation oder im Krankenhaus", erläutert Rüdiger Erling.

Der Hospizdienst bemüht sich um eine gute Vernetzung mit allen Einrichtungen und Diensten - das erleichtert die Vermittlung des Angebots. Dieses ist zwar kostenlos, viele scheuen es dennoch. Aber gerade für Angehörige wäre das Angebot eine wertvolle psychische Entlastung. "Wenn man merkt, dass man nicht alleine ist, fühlt sich vieles nicht mehr so schwer an", meint Erling. "Die letzte Lebensphase ist etwas Besonderes. Von daher ist es gut, wenn es Menschen gibt, die einem in dieser Phase helfen, indem sie emotionale Unterstützung anbieten."

Hospizarbeit lebt vom Einsatz Ehrenamtlicher: Die Malteser suchen immer Interessierte, die sich engagieren wollen - für die neuen Helfer gibt es ein extra Ausbildungsteam. "Es gibt vielfältige Felder in unserem Dienst, in denen man sich engagieren kann", erklärt Erling. Es existieren unterschiedliche Trauerangebote, beispielsweise Wanderungen oder Trauerfrühstück, die kontinuierlich erweitert werden.

Des Weiteren wird derzeit der Bereich Projektarbeit mit Grundschulen ausgebaut. Für Vorträge, Öffentlichkeitsarbeit und sonstige Veranstaltungen kann man sich ebenfalls gerne mit einbringen. Der Schwerpunkt ist und bleibt jedoch die Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase.

Bevor Ehrenamtliche zu den Betroffenen geschickt werden, erfolgt eine umfassende Ausbildung in etwa 100 Stunden. Nach der etwa sechsmonatigen Qualifizierung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. In regelmäßigen Fortbildungen und Vorträgen werden Fähigkeiten vertieft. So findet eine interne Schulung für Hospizhelfer zum Thema Aromatherapie statt. Als Referent konnte der Aromaspezialist Stefan Theierl aus Kempten gewonnen werden.

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