Angelika Heining wird 60
Hotelchefin auf Verbrecherjagd

Angelika Heining vom "Hotel zur Heimat" feiert am Donnerstag den 60. Geburtstag. Bild: Schönberger

"Manchmal fühle ich mich wie 95", erzählt Angelika Heining lachend. Am Donnerstag feiert sie den 60. Geburtstag - und auch dieses Alter sieht man ihr nicht an. Ein Rezept für ihr junges Aussehen habe sie nicht. Die Chefin des "Hotels zur Heimat" und frühere CSU-Stadträtin überlegt kurz, antwortet, dass sie wohl gute Gene habe.

"Auch meine Mama und mein Bruder schauen noch so gut aus." Erst seit acht Wochen geht der "absolute Sport-Muffel" regelmäßig ins hauseigene Fitness-Studio.

Als Angelika Mayerhöfer wurde die Jubilarin am 5. Januar 1957 geboren und wuchs in Windischeschenbach auf. Sie lernte zunächst Bürokauffrau bei Roscher, doch als sie ihren Mann Josef Heining kennenlernte, sattelte sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau drauf. Ganz unbekannt war ihr das Metier nicht - ihre Eltern hatten selbst eine Gastronomie. Vor 39 Jahren heirateten Josef und Angelika Heining, 1978 kam Sohn Josef zur Welt. Dieser stieg vor etwa zehn Jahren mit in den Betrieb ein. Auch ein Enkelkind zählt zur Familie. Im Hotel hat die Jubilarin schon einiges erlebt. Einmal war ein Vater mit seinem entführten Kind für zwei Wochen zu Gast. Doch die Chefin kam ihm auf die Schliche und informierte die Polizei. "Das war das Krasseste, das wir erlebt haben", erzählt sie. Dabei erlebte sie 2015 ja immerhin auch ihren Wochensieg bei der bekannten TV-Serie "Mein himmlisches Hotel" (Vox).

Das "Hotel zur Heimat" ist jedoch nicht die einzige Passion der Jubilarin. In ihrer knapp bemessenen Freizeit engagierte sie sich zwölf Jahre im Stadtrat, viele Jahre war sie im Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband "die rechte Hand des Vorsitzenden". Das Wirtefest im Max-Reger-Park oder Gastronomenbälle hat sie für den Verband organisiert. "Ich frage mich oft, wie ich das geschafft habe im Stadtrat", sagt sie. Jetzt würde ihr eine solche Aufgabe zu viel sein, die Arbeit im Hotel werde immer mehr. Ihren Geburtstag feiert sie mit 115 Gästen, Hund Emmi und einigen Überraschungen in der Orangerie. - Ein Doppeljubiläum - denn den Saal gibt es nun seit 20 Jahren.
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