Anna Gette und Youbi Deinas eröffnen Rock-Pop-Musikschule am Rehbühl
"Ganz nah am Musiker-Leben"

Musik, Rhythmus und das Gefühl für den richtigen Ton liegen ihnen im Blut. Das wollen Anna Gette und Youbi Deinas auch ihren künftigen Schülern beibringen. Sie eröffnen eine Pop- und Rock-Schule. Bilder: Schönberger (2)
 
Musik, Rhythmus und das Gefühl für den richtigen Ton liegen ihnen im Blut. Das wollen Anna Gette und Youbi Deinas auch ihren künftigen Schülern beibringen. Sie eröffnen eine Pop- und Rock-Schule. Bilder: Schönberger (2)

Sie haben Erfahrung, musikalisches Talent und ein klares Ziel: Die erste Adresse in Weiden zu sein, wenn es um Pop und Rock geht. Anna Gette und Youbi Deinas eröffnen am Rehbühl eine Musikschule. "Klassisch und gewöhnlich" soll die aber nicht werden.

Sie ist Sängerin, er ausgebildeter Schlagzeuger und Produzent. Nicht nur beruflich bilden Anna Gette und Youbi Deinas ein erfolgreiches Team. Seit zehn Jahren sind sie auch privat ein Paar, leben ihre Musik gemeinsam. "Wir haben zusammen in einer Reggae-Band gespielt", erinnert sich Deinas. Heute produziert er Gettes Songs. Aktuell arbeiten sie am zweiten Album der Sängerin, die bereits einen internationalen Hit landete. Gleichzeitig verwirklichen die beiden ein Projekt, das ihnen besonders am Herzen liegt.

"Wir eröffnen eine Pop-Rock-Schule. Die erste, die es in dieser Art in Weiden gibt." Während die Musiker noch auf der Suche nach einer geeigneten Wohnung sind, haben sie ihre Traumlocation für ihr Studio mit integrierter Musikschule schon gefunden. 65 Quadratmeter groß, 3,90 Meter Deckenhöhe, "perfekte Akustik". "Wir haben den Raum - das ehemalige Mehllager einer Bäckerei - gesehen und gewusst: Hier müssen wir rein." Bereits nach einer Woche fanden Gette und Deinas eine Gesangslehrerin, die sie für ihre Musikschule engagierten.

Keine Schul-Atmosphäre

"Sùse Karadah ist eine ausgezeichnete Lehrerin und perfekt für unser Projekt", freut sich die 32-Jährige, die selbst nicht unterrichten wird, sondern sich "lieber auf das Schreiben meiner eigenen Liedtexte" konzentrieren will. Schwerer als erwartet gestaltet sich dagegen die Suche nach einem passenden Gitarren-Lehrer. "Wir haben wirklich gedacht: Das sollte wohl kein Problem sein. Falsch gedacht. Danach suchen wir aktuell dringend", betont Deinas.

Das Konzept, wie der Unterricht aufgebaut werden soll, "lag quasi von Anfang an auf der Hand", erzählt der 39-Jährige. Interessierte können Bandinstrumente, also Bass, Gitarre und Schlagzeug lernen sowie sich in Gesang ausbilden lassen. Um "musikalische Früherziehung" handle es sich dabei nicht. Nach Schule soll es sich für die Nachwuchsmusiker nicht anfühlen. Das ist dem 39-Jährigen und seiner Partnerin wichtig. "Wir wollen, dass sich die Schüler wohlfühlen, ihre Kreativität ausleben können. Deshalb wird der Raum auch nicht wie ein typisches Klassenzimmer aussehen. Wir wollen einfach nahe am realen Musikerleben sein." Gette und Deinas wollen ihre Schule Schritt für Schritt aufbauen. Doch eines wünscht sich der 39-Jährige schon jetzt. "Am schönsten wäre es, wenn durch unseren Unterricht eigene Bands entstehen würden, mit denen ich ein Demo aufnehmen, vielleicht Konzerte auf die Beine stellen könnte. Wir können unsere Schüler vom ersten Ton bis zur Aufnahme begleiten. Und das ist auch unser Ziel."

Wird das Angebot gut angenommen, plant das Paar, weitere Kurse - darunter Songwriting - anzubieten. "Außerdem haben wir die Option, einen zweiten Raum anzumieten, wenn die Nachfrage wirklich so groß sein sollte. Das muss man aber nach und nach sehen", informiert die 32-jährige Sängerin.

Gegen "Dumping-Löhne"

Auch bei den Preisen für den Unterricht haben sie schon ein Konzept: "Sie liegen eher im oberen Bereich. Wir haben festgestellt, dass Eltern bereit sind, für wirklich gute Qualität auch etwas mehr zu zahlen", erzählt Deinas, der selbst jahrelang Schüler unterrichtet hat. Immer öfter gebe es "Dumping-Löhne" für Musiklehrer. "Diesen Trend wollen wir unbedingt durchbrechen. Musikunterricht muss wieder etwas wert sein, für beide Seiten", ist auch Gette überzeugt. Vor allem, da es wissenschaftlich erwiesen sei, dass sich Kinder, die ein Instrument spielen, auch besser in der Schule konzentrieren können.

Gette und Deinas sind viel in Deutschland herumgekommen, hatten Musikschulen in Hamburg und der Lüneburger Heide. In Weiden wollen sie langfristig bleiben - "denn die Stadt hat Charme", betont der gebürtige Hamburger. "Ich finde es spannend hier und habe gemerkt, dass es viele kreative Menschen und musikalisches Potenzial gibt."

KurseBass, Schlagzeug, Gitarre oder Gesang - die neue Pop-Rock-Schule am Rehbühl bietet eine moderne Musikausbildung. "Bei uns können Kinder und Jugendliche alles lernen, was sie auch aktiv in Bands spielen können. Darauf wollen wir sie vorbereiten", informiert Inhaber Youbi Deinas. Die Kurse für Gesang beginnen ab Mai. Der 39-jährige Deinas, der selbst ausgebildeter Schlagzeuger ist, ist unter der Mail-Adresse prsweiden@gmx.de zu erreichen. (juh)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.