07.05.2017 - 22:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Arbeiterwohlfahrt feiert erste Krippe Weidens Seit 25 Jahren ins "Teddyland"

Wovon das "Teddyland" erzählt? Von einem Vierteljahrhundert Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn die Kinderkrippe der Arbeiterwohlfahrt mit dem kuschligen Namen gibt es seit nunmehr 25 Jahren.

Die erste Krippe Weidens feierte Geburtstag: das "Teddyland" der Arbeiterwohlfahrt. Bei dieser Gelegenheit ehrte Hilde Zebisch (Vierte von links) die Mitarbeiterinnen Erna Hamm (rechts mit Kind), Ulrike Witt (sitzend mit Blumen) und Gabi Richter. Bild: R. Kreuzer
von Reinhard KreuzerProfil

(kzr) Am 4. Mai 1992 eröffnete die erste Kinderkrippe Weidens unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Deren Vorsitzende Hilde Zebisch erinnerte 25 Jahre später in einer kurzen Chronik an die Entstehung.

Erstmals sprach der AWO-Vorstand im Jahre 1989 über eine Kinderkrippe. Es scheiterte immer wieder an der Finanzierung. Seitens der Regierung gab es strenge Auflagen bezüglich der Größe der Krippe und natürlich des Personals. Zuschüsse gab es von keiner Seite. Am Ende sei es ein Glücksfall gewesen, als 1991 das Arbeitsamt die Einrichtung einer Kinderkrippe als Pilotprojekt zusammen mit der Denkstatt förderte.

Eigene Küche bleibt kalt

"Es sollten vor allem Kinder von alleinerziehenden erwerbstätigen Müttern oder Vätern aufgenommen werden. Die Personalkostenförderung lag damals für das erste Jahr bei 100 Prozent, dann 80 und 50 Prozent bis 1994", sagte Zebisch. Danach habe die Stadt Weiden Zuschüsse auf freiwilliger Basis gewährt. 2002 habe die Krippe eine Förderung durch das Land Bayern und der Stadt erhalten.

Mit Blumen ehrte Zebisch zusammen mit Leiterin Andrea Kriegelstein die Erzieherin Gabi Richter, Kinderkrankenschwester Ulrike Witt und Kinderpflegerin Erna Hamm. Übrigens: Das Personal wurde 1992 schon am 1. April eingestellt. Die Krippe startete einen Monat später mit 12 Kindern, heute habe man 16. "Am Eröffnungstag gab es Schinkennudeln, heute gibt es Zigeunerschnitzel mit Spätzle. Wir haben 23 Jahre selbst gekocht", sagte Zebisch. Jetzt aber seien die Auflagen zu groß. Stellvertretende Leiterin Gabi Richter berichtete vom Krippenalltag. Betreut werde von 6.30 bis 17.30 Uhr. "Das ist großzügig. Wir frühstücken mit den Kindern um 8 Uhr, dann werden die Kleinen gewaschen und gewickelt. Es gibt viel Freizeit mit Singen, Basteln und Tanzen. Nach dem Mittagessen geht es bei schönem Wetter mit den Bollerwagen auch in die Natur."

Stadt schenkt Geld

Apropos Bollerwagen: Einen solchen schenkte die AWO, damit die Kinder zum Spielplatz fahren können. Zudem gab es Eis für die Kinder - und einen Gottesdienst. Pfarrerin Natalia Lang trug die Lesung vor. Den Segen Gottes erbat Pfarrer Gerhard Pausch für alle, die in der Krippe ein- und ausgehen. Stadträtin Gabi Laurich dankte stellvertretend für den Oberbürgermeister für die gute Arbeit, erinnerte daran, dass die Krippe ein unverzichtbarer Gewinn für die Eltern ist. Sie übergab ein Geldgeschenk der Stadt. Der Elternbeirat dankte dem "Teddyland"-Team für dessen Einsatz.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.