Auf geht's zum Christbaum-Loben
Abstimmung: Wer hat den Schönsten?

Sie leuchten wieder: die Christbäume der Region. Aber wo strahlt der hübscheste, der stattlichste, der am besten geschmückte oder kurioseste, kurzum der schönste Baum? Die Oberpfalz-Medien wollen es wissen. Und Sie, liebe Leser, entscheiden.

Amberg/Weiden. "Mei, ist der schön stramm gewachsen", sagt der eine Nachbar. "Und was für ein herrlich sattes Grün die Nadeln haben", pflichtet der andere bei. Das Maß an Lob genügt in der Regel, damit der Gastgeber versteht und sich aufmacht, ein Stamperl für jeden Nachbarn aus der Schnapsflasche einzugießen. So funktioniert's, das Christbaum-Loben. Gut dosiertes Lob gegen hochprozentigen Schnaps. Ein guter, alter Brauch, der da in dem ein oder anderen Oberpfälzer Wohnzimmer um die Weihnachtszeit herum gelebt wird.

Weitere prachtvolle Weihnachtsbäume gesucht

Doch auch auf öffentlichen Plätzen oder in Kirchen stehen prachtvolle Weihnachtsbäume. Zeit, auch diese einmal zu loben. Durch Sie, liebe Leser. Stimmen Sie einfach online ab, ob Ihnen die außergewöhnlich illuminierte Tanne im Alten Fischhof in Tirschenreuth am besten gefällt. Oder sind es doch eher die Fichten in der Schönseer Pfarrkirche mit selbst geklöppelten Sternen, die gefallen? Auch kuriose Bäume können Herzen gewinnen. Ein Blick auf die Auswahl-Bäume dieser Seite hilft weiter bei der Abstimmung. Oder Sie kennen einen Weihnachtsbaum in der Region, der noch 1000 Mal schöner oder origineller ist als all diese hier? Auch kein Problem. Wir sind neugierig. Senden Sie einfach ein Bild davon an redaktion@onetz.de. Kurz vor Weihnachten wird er dann gekürt, der Baum, für den die meisten Leser abgestimmt haben. Der schönste Baum der Region ziert in der Weihnachtsausgabe die Tageszeitung. Christbaum-Loben eben mal ganz anders.

"Wie bitte? Christbaum-Loben?", fragt die Weidener Stadtarchivarin Petra Vorsatz und muss sich erst schlau machen. Schließlich ihr Rückruf: "Ich hab's mir ja gleich gedacht. Der Brauch ist nichts typisch oberpfälzisches. Das Christbaum-Loben kommt aus dem Allgäu." Vor Ort sei vielmehr das "Kripperl-Schauen" üblich. Das aber funktioniert genauso: Schnaps gegen Lob. Nur ernten nicht Nadel- und Baumwuchs das Lob, sondern Maria und Josef, weiß Petra Vorsatz. Sei's drum. Eines haben die zwei Bräuche gemein: Sie bringen die Leute zusammen. Auf eine nette Art. Auch ein Grund anzustoßen.

Abstimmung: Die Kandidaten

Gleich vorneweg: Die Weihnachtsbäume auf dieser Seite stellen nur eine kleine Auswahl dar. Im Internet können Sie aus diesen und vielen weiteren hübschen, originellen oder traditionellen Christbäume aus der Region Ihren persönlichen Favoriten wählen. Dabei kommt es nicht darauf an, dass jedes Ästlein perfekt an seinem Platz sitzt. Auch nicht ganz so gerade gewachsene Exemplare und sonstige Kuriositäten können dabei gewürdigt werden.

Den Sieger-Baum präsentieren wir in der Weihnachtsausgabe. Viel Spaß beim Durchklicken und natürlich beim Christbaum-Loben!


Kandidat 1: Amberg


Kandidat 2: Erbendorf


Kandidat 3: Hirschau


Kandidat 4: Kirchenthumbach


Kandidat 5: Pfreimd


Kandidat 6: Pressath


Kandidat 7: Rauberweiherhaus


Kandidat 8: Schönsee


Kandidat 9: Schwandorf


Kandidat 10: Thansüß


Kandidat 11: Tirschenreuth - Marktplatz


Kandidat 12: Tirschenreuth - Am Klettnerturm


Kandidat 13: Tirschenreuth - Fischhof


Kandidat 14: Vilseck


Kandidat 15: Vohenstrauß


Kandidat 16: Waldsassen


Kandidat 17: Weiden - Christkindlmarkt


Kandidat 18: Weiden - Rathaus


Kandidat 19: zwischen Tirschenreuth und Wondreb


Kandidat 20: Krondorf


Kandidat 21: Wiesau


Kandidat 22: Lintach

Etwas andere Zapfenstreiche zur Weihnachtszeit

Jedes Pflänzchen hat seine Geschichte. So mancher Weihnachtsbaum hat eine ganz besondere.
Pressath: Gut sieht er aus. Dieser Baum vor der katholischen Kirche St. Georg in Pressath. Also theoretisch jedenfalls. Denn wie gut Schmuck und Lichter tatsächlich aussehen, wenn sie denn erst einmal strahlen, bleibt bis Weihnachten ein Geheimnis. So wünscht es der Pfarrer. Denn Weihnachten und damit die Zeit der Christbäume beginnt ja erst am Heiligen Abend.
Kirchenthumbach: Ein Markt, der vor lauter Wald den Weihnachtsbaum nicht sieht: Das wäre übertrieben. Aber es ist tatsächlich so, dass es auch rund um Kirchenthumbach so einige Wälder gibt. Nur einen Christbaum daraus gibt es augenscheinlich nicht. Denn der Markt suchte per Annonce einen Weihnachtsbaum für die Ortsmitte. Am Ende mit Erfolg....
Vilseck: Mit den Wipfeln von Kirchweihbäumen ist ja in der Regel wenig anzufangen. Meist werden sie beim Fällen arg malträtiert und müssen für die Kirwa mühsam wieder hergerichtet werden. Das oberste Geäst des Vilsecker Exemplares aber ist heuer so gut erhalten geblieben, dass sich sein Gewinner dafür entschied, es als Christbaum vor sein Haus zu stellen. Franz Hasenstab schont damit die Umwelt und holt ein bisschen was vom Sommer in die kalte Jahreszeit. "So werden wir auch am Heiligen Abend noch an die schöne Kirwazeit erinnert", sagt er.
Thansüß: Die Kirwagemeinschaft Thansüß hat das Pech, dass ihre Kirchweih erst Ende November stattfindet. Wenn andernorts Weihnachtsmärkte eröffnen, führen die Burschen und Mädchen wacker ihre Tänze vor - selbst wenn es stürmt und schneit. Kein Wunder also, dass in dem Dorf ein weihnachtlich geschmückter Kirwabaum steht. Statt der ringförmigen Kränze schmücken zu Sternen geflochtene Girlanden den Stamm. Und der Wipfel funkelt nachts. "Wir haben weit und breit die einzige Kirwabaumspitze, die beleuchtet ist", freut sich Vorsitzender Andreas Luber.
Weiden: Es ist eine gute Sache, die die Arbeitsgemeinschaft Marktkaufleute in Weiden etabliert hat: Am letzten Öffnungstag des Christkindlmarktes verschenkt sie die Christbäume, die bislang den Markt geschmückt haben. Sie können schließlich noch Gärten oder Wohnzimmer zieren. Engelszungen aber haben verraten, dass es keine gute Idee ist, sich ausgerechnet den Baum ins Wohnzimmer zu stellen, der den Eingang zum Markt geziert hat. Denn den haben in den Wochen zuvor schon andere markiert: Hunde. Der Duft der Nadeln hat da keine Chance mehr sich durchzusetzen. (mte/upl)

Weihnachtsmärkte in der Region


Da steckt Tradition dahinter: Der Weidener Weihnachtsmarkt gilt als der zweitälteste Bayerns. Bild: Götz

Vor der Amberger Basilika: Zum 31. Mal lockt der Amberger Weihnachtsmarkt heuer in ein Budendorf, das zwischen Martinskirche und Rathaus aufgebaut ist. Die Organisatoren haben sich ein Programm einfallen lassen, das bis Freitag, 23. Dezember, keinen Tag ausspart. Höhepunkte sind zum Beispiel der Auftritt des Schlager-Duos Vincent und Fernando am Montag, 5. Dezember, um 18.30 Uhr oder das Gastspiel der Oberpfälzer Schlossteufel am Sonntag, 11. Dezember, um 17 Uhr.
Advent am Eulenberg: "Advent im Wald" ist der romantische Waldmarkt am Eulenberg in Friedrichshäng bei Schönsee (Kreis Schwandorf) überschrieben. Im sagenumwobenen Grenzwald bieten Kunsthandwerker selbstgefertigte Werke an und lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Hunderte von Kerzen tauchen den Wald in anheimelndes Licht. Der Markt hat am 3. und 4. Dezember jeweils von 15 bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet zwei Euro.
Budenzauber unterm Gipfel: Zum Glühwein gesellt sich Gipfelglück: Auf einem der höchsten Berge des Landkreises Amberg-Sulzbach, dem Buchberg, steht am Sonntag, 4. Dezember, ein kleines, festlich erleuchtetes Budendorf. Um 14 Uhr schießt eine Böllergruppe den "Advent am Buchberg" an. Um 16.30 Uhr schaut der Nikolaus vorbei. Anfahrt über Schnaittenbach und Mertenberg.
Historisches in Weiden: Der Weidener Weihnachtsmarkt lässt sich bereits ab dem Jahr 1600 urkundlich belegen. Er gilt (nach Ingolstadt) als der zweitälteste Christkindlmarkt in Bayern. Rund um das Alte Rathaus erwartet die Besucher Romantik und viel Genuss. Der Markt ist jeden Tag von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Beliebt sind vor allem die Musikhütten-Konzerte. Dann schließen die Buden eine Stunde später.
Barrierefrei und warm: Der Weihnachtsmarkt auf Schloss Burgtreswitz (Kreis Neustadt/WN) ist längst kein Geheimtipp mehr. Händler und Handwerker verwandeln das Schlossgelände in einen Markt für alle Sinne. Am 3. Dezember öffnet er zwischen 15 und 21, morgen von 13 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet zwei Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei. Der Markt ist barrierefrei. Aufwärmstellen laden zum Verweilen ein.
Mit Artisten und Poeten: An allen vier Adventswochenenden öffnet der Weihnachtsmarkt auf Schloss Guteneck (Kreis Schwandorf) mit Fieranten aus ganz Deutschland. Mit dabei: Falkner, historische Vereine, Bläsergruppen, Artisten und Poeten. Das Schloss ist am 3. Dezember ab 14 Uhr und am 4. Dezember bereits ab 11 Uhr geöffnet.
Rottendorf leuchtet: Rottendorf im Landkreis Schwandorf leuchtet - und wie. Der gesamte Ort fiebert auf das nächste Wochenende hin. In nahezu jedem Haus sind dann die Fenster weihnachtlich dekoriert und hell erleuchtet. Am Samstag, 10. Dezember, gibt Brigitte Traeger um 16 Uhr in der Pfarrkirche ein Konzert. Danach beginnt die Lichterschau. Am Sonntag, 11. Dezember, startet um 18 Uhr eine Herbergssuche durch das Dorf.
Glitzernder Fischhofpark: Tirschenreuth hat den von der Kleinen Landesgartenschau bekannten Fischhofpark weihnachtlich in Schale geworfen. Und wie: 140 Aussteller sind dort vertreten. Aber nur noch am ersten Wochenende im Dezember. Los geht es am 3. Dezember um 16, am Sonntag, 4. Dezember um 13 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro. Kinder bis 14 Jahre sind frei. An beiden Tagen verteilt der Nikolaus jeweils um 16 und 18 Uhr Geschenke an Kinder.
Märchen und Bräuche: Einen weihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt gibt es am 4. und 11. Dezember in Neualbenreuth (Kreis Tirschenreuth). Vom Marktplatz über die Tirschenreuther Straße und die Turmstraße bis zum Sengerhof finden die Besucher hochwertige Handwerkskunst, liebevoll erzählte Märchen, Bräuche rund um die Weihnachtszeit und kulinarische Köstlichkeiten. Geöffnet ist der Markt jeweils von 13 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.


Lichterzauber am Eulenberg in Friedrichshäng im Landkreis Schwandorf, direkt an der Grenze zu Tschechien. Bild: Götz

Die aufgeführten Advents- und Weihnachtsmärkte stellen nur eine kleine Auswahl dar. Einen umfangreichen Überblick über das gesamte Angebot in der Region gibt es hier.


Die Aktion ist bereits beendet!

1 1
1 1
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.