11.10.2017 - 19:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Augustinus und Kepler-Gymnasium beim Geschichtswettbewerb ausgezeichnet Geheime Tunnel und fliegende Beichtstühle

Ein halbes Jahr Arbeit und jede Menge Herzblut stecken in den Projektarbeiten der über 5000 Kinder und Jugendlichen, die am bundesweiten Geschichtswettbewerb teilgenommen haben. Zwei Weidener Schulen werden jetzt als "landesbeste Schulen" ausgezeichnet.

von Externer BeitragProfil

(panv) Zum Thema "Gott und die Welt. Religion macht Geschichte" veranstaltete die Körber-Stiftung den diesjährigen Wettbewerb. Es gingen insgesamt 1639 Beiträge ein, in Bayern beteiligten sich 465 Schüler mit 63 Beiträgen. Am Freitag, 13. Oktober, werden den Besten im Landtag Preise verliehen.

Unter den Gewinnern sind auch zwei Weidener Schulen: das Kepler- Gymnasium und das Augustinus-Gymnasium Weiden (AGW). Sie werden als "landesbeste Schulen" ausgezeichnet und erhalten jeweils ein Preisgeld von 500 Euro. Jede der Schulen darf einen Landessieger und einen Förderpreisträger verzeichnen. Sehr stolz ist das Weidener Kepler-Gymnasium auf Landessiegerin (Bayern) Antonia Wechsler und ihre Arbeit "Max Reger. Ein Komponist, geprägt vom simultanen Umfeld seiner Heimatstadt Weiden in der Oberpfalz." Förderpreisträger ist die sechste Klasse unter der Leitung der Deutschlehrer Christian Obermayer und Jochen Runkel, die in der Geschichts-AG "Die geheime Seite Neunkirchens.

Die Fluchttunnel von St. Dionysius" untersucht hat. Auch wenn sie nun schon zum dritten Mal in Folge als landesbeste Schule ausgezeichnet werden, ist es eine besondere Ehre für Schulleiterin Sigrid Bloch, die Schüler zur Preisverleihung zu begleiten. Neben dem Wahlunterricht der Geschichts-AG beobachtet die Direktorin wachsendes Interesse am Fach. "Die Kinder forschen mit großer Begeisterung. Immer öfter auch freiwillig, außerhalb der Pflichtveranstaltungen." Durch das selbstständige Forschen soll Geschichte hautnah erlernt werden, denn der persönliche Bezug mache Geschichte besonders spannend und fassbar.

Das Siegertreppchen der besten Schule darf sich das "Kepler" mit dem Augustinus-Gymnasium teilen. Aus dessen Reihen kommen die Landessiegerinnen Barbara Schmucker (16) und Hanna Träger (15) mit dem Filmprojekt "Hl. Johannes von Nepomuk - Ein grenzüberschreitender Heiliger!". Förderpreisträger hier sind Bastian Zötzl (14) und Vincent Poschenrieder (14) mit "Der fliegende Beichtstuhl". "Die Geschichtsausbildung nimmt bei uns durchaus einen Stellenwert ein", so Schulleiter Helmut Matejka. Die 500 Euro Preisgeld als beste Schule reinvestiert er sinnvoll, nämlich in die hauseigene Geschichtswerkstatt. Dort warten schon weitere Projekte und Ideen auf ihre Verwirklichung.

Abgeholt werden die Preise von den Gewinnern, begleitet von ihren Schulleitern und Betreuern, bei der Verleihung im bayerischen Landtag.

Der Geschichtswettbewerb

Die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt richten seit 1973 den Geschichtswettbewerb aus. Im zweijährigen Turnus werden wechselnde historische Themen mit aktuellem Bezug vorgegeben. Das Ziel der Initiative sei, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Mit über 141 000 Teilnehmern und rund 31 500 Projekten ist es Deutschlands größter historischer Forschungswettbewerb für junge Menschen. (panv)

Die Kinder forschen mit großer Begeisterung. Immer öfter auch freiwillig, außerhalb der Pflichtveranstaltungen.Rektorin Sigrid Bloch

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