07.02.2018 - 20:10 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Ausbildung zum Hospizhelfer Begleiter für die letzten Stunden

"Hospizhelfer kann eigentlich jeder werden", sagt Rüdiger Erling, Leiter des ambulanten Hospizdienstes in Weiden. Ehrenamtlich begleiten die Helfer Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Im September beginnt ein Kurs zur Ausbildung bei den Maltesern.

Die Hospizhelfer (von links) Rüdiger Erling, Elke Lauterbach, Christa Christl, Birgit Tafelmeier und Martina Gropengießer suchen Unterstützung: Im September beginnt ein Kurs für die Ausbildung neuer Helfer. Bild: exb
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Trotzdem, so Erling, gäbe es einige Grundvoraussetzungen für die Arbeit als Hospizhelfer. "Hierzu zählt vor allem die Bereitschaft, sich auf den Umgang mit Schwerstkranken einzulassen." Auch Verlässlichkeit und Empathie seien wünschenswert. "Alles Weitere wird in einem 80-stündigen Qualifizierungskurs vermittelt." Zum Abschluss des Kurses, erklärt Rüdiger Erling, sei ein 40-stündigen Praktikum notwendig.

Hospizarbeit - was ist das eigentlich? "Ehrenamtliche Mitarbeiter, die eine spezielle Schulung absolviert haben, begleiten und betreuen Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt, ob stationär oder ambulant." Die Helfer möchten den Betroffenen möglichst viel Lebensqualität erhalten und ihnen ein Leben in Würde ermöglichen. "Dieser letzte Lebensabschnitt soll trotz aller Beschwernis eine Bereicherung werden", betont Erling. Das Leben solle dabei weder verlängert noch verkürzt werden. Rund 150 Menschen aus Weiden und dem Landkreis Neustadt begleitet der ambulante Hospizdienst jährlich. Die Hospizhelfer besuchen die Betroffenen zu Hause, in Altenhilfeeinrichtungen, im Krankenhaus, auf der Palliativstation und im stationären Hospiz. "Die Eröffnung eines stationären Hospizes in Neustadt St. Felix ist für das Frühjahr 2019 geplant", sagt Erling. Der Dienst bietet eine Reihe von Trauerangeboten an, um die Angehörigen in einer Zeit der Trauer zu unterstützen.

"Im Fokus der Tätigkeit eines Hospizhelfers stehen weder pflegerische oder medizinische Tätigkeiten, sondern die Begleitung von Menschen. Hierauf zielen auch die Inhalte des Kurses", berichtet Martina Gropengießer. Zusammen mit Christa Christl und Birgit Tafelmeier bilden sie neue Hospizhelfer aus. "Im Rahmen von Hospizbegleitungen erhält man immer Rückendeckung durch den ambulanten Hospizdienst", erklärt Elke Lauterbach, Koordinatorin im Hospizdienst und neues Mitglied im Ausbildungsteam. Der Hospizdienst bietet Supervisionen, Fortbildungen, Fahrten zu Fachtagen, Reflektionsabende und etliche Veranstaltungen für die Ehrenamtlichen an. Dabei gilt der Grundsatz: "Hilfe für die Helfer". "Nur so können wir qualifizierte und professionelle Hospizarbeit anbieten", erklärt Erling.

Hospizhelfer-Kurs

Der nächste Kurs zur Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizhelfer beginnt am Samstag, 22. September. Nähere Informationen und Anmeldung bei Rüdiger Erling unter der Telefonnummer: 0151/16734663, per E-Mail: ruediger.erling[at]malteser[dot]org oder persönlich beim Malteser Hilfsdienst e.V., Ambulanter Hospizdienst, Zur Centralwerkstätte 11a in 92637 Weiden. (exb)

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