29.03.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ausstellung "Endstation Vernichtung" in Wirtschaftsschule Die Bahn als Teil der Vernichtungsmaschine

"Ich hör' nicht auf zu träumen von einem besseren Leben": Das singt Jacqueline Thoma bei der Eröffnung der Ausstellung "Endstation Vernichtung - Diensteifer und Pflichterfüllung bei der Reichsbahn in München 1933-1945". Damit trifft die Zehntklässlerin genau den Sinn der Ausstellung, die derzeit in der Gustl-Lang-Schule zu sehen ist. Man wolle vor allem für die damalige Zeit sensibilisieren, erklärt Schulleiter Thomas Reitmeier. Die Bahn sei ein wesentlicher Bestandteil des NS-Regimes gewesen. Aber auch Schulen hätten die Nazis unterstützt. NS-Zeitzeuge Ernst Grube, der am Eröffnungstag die Schule besuchte (wir berichteten), fordert deshalb: "Augen auf, kritisch denken. Auch heute." Die Ausstellung haben "Arbeit und Leben Bayern" sowie Geschichtslehrerin Ursula Soderer organisiert. Wer sich dafür interessiert, kann im Schulsekretariat einen Termin ausmachen: Telefon 0961/391623.

NS-Zeitzeuge Ernst Grube (links) und Schulleiter Thomas Reitmeier hören genau hin: Bei der Eröffnung der Ausstellung "Endstation Vernichtung" in der Wirtschaftsschule trägt Jacqueline Thoma (Mitte) ein selbst komponiertes Lied vor. Bild: exb
von Julian Trager Kontakt Profil

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