22.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Ausstellung im Maria-Seltmann-Haus Leben mit Demenz

Demenz stellt nicht nur das Leben von Betroffenen auf den Kopf, sondern belastet auch die Angehörigen. Die Ausstellung "Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz.", die ab Montag, 26. März, im Maria-Seltmann-Haus zu sehen ist, hilft Ängste abzubauen und gibt Tipps im Umgang mit Betroffenen.

Sie werben für die Wanderausstellung "Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz", die ab 26. März im Maria-Seltmann-Haus zu sehen ist: Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Rechtsdezernent Hermann Hubmann (stehend, von rechts) sowie (sitzend, von rechts) Sabine Frischholz, Daniela Wißmeier und Beatrix Stiegler. Bild: Schönberger
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm, das sich auch an die Angehörigen von Demenzkranken richtet. Um ihnen die Teilnahme an den Veranstaltungen zu ermöglichen, besteht die Möglichkeit, dass demenzkranke Familienmitglieder während dieser Zeit ambulant bei "Sonnenschein" oder den Maltesern betreut werden.

70 Prozent aller in Bayern an Demenz Erkrankten werden zu Hause gepflegt. "In Weiden sind es 80 Prozent", erklärte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Zusammen mit dem Rechtsdezernenten Hermann Hubmann, Sabine Frischholz, Leiterin der Abteilung für Betreuung und der Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung, Mitarbeiterin Daniela Wißmeier und Beatrix Stiegler, Leiterin des Sozialamtes, stellte der Rathauschef das umfangreiche Programm zur Ausstellung vor. "Demenz ist ein wichtiges Themen, dennoch wissen wir viel zu wenig darüber."

Eröffnung der Ausstellung

Am Montag, 26. März, wird die Ausstellung "Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz" um 10 Uhr im Maria-Seltmann-Haus von Bürgermeister Lothar Höher und Georg Pilhofer von der Gerontospsychiatrischen Koordinationsstelle Oberpfalz, eröffnet. Sie ist bis 20. April von Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 17.30 Uhr und am Freitag von 8 bis 15 Uhr zu sehen.

VdK-"Guten-Morgen-Kino"

Jeden ersten Mittwoch im Monat wird um 10 Uhr im Neue-Welt-Kinocenter ein Film gezeigt, den die Besucher vorher auswählen dürfen.

Besichtigung Wohngruppe

Am 4. April um 17 Uhr kann die Wohngruppe des Pflegedienstes "Sonnenschein" besichtigt werden. Die Gruppe bietet 10 Plätze an und gehört zur Tagespflegeeinrichtung in der Pressather Straße. Leiterin Sabine Kroy-Leci informiert die Besucher.

Umgang mit Demenz

Joachim Huber-Rypacek, Leiter des Institutes für psychologische Bildung und Beratung, spricht am 10. April um 15 Uhr im Maria-Seltmann-Haus über die Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit Erkrankten und stellt Betreuungskonzepte und Lösungswege für den positiven Umgang mit Menschen mit Demenz vor.

Vergesslichkeit im Alter

Jörg Oppitz, Diplom-Psychologe Steinwald-Klinik Erbendorf, beleuchtet am 11. April die Unterschiede zwischen einer Vergesslichkeit, die jeden einmal betrifft, und der Krankheit Demenz. Der Vortrag beginnt um 15 Uhr im Maria-Seltmann-Haus.

Spiegeleier in den Wolken

Christoph Sittard von der Katholischen Erwachsenenbildung informiert am 12. April um 18 Uhr in den Räumen von "Sonnenschein" in der Pressather Straße 157 die medizinischen Hintergründe der Demenz und erklärt, wie es möglich ist, einen alten Menschen mit seiner Krankheit gut zu begleiten.

Besichtigung Café Malta

Am 16. April um 10 Uhr können Interessenten das Café Malta, einen Treffpunkt für an Demenz erkrankte Menschen, besichtigen. Dort können Betroffene in geselligen Gruppen von alten Zeiten schwelgen. Speziell geschulte Mitarbeiter betreuen die Gäste. Es gibt Mitmachangebote wie Singen, Sitzgymnastik, Malen, Gesellschaftsspiel und Gespräche. Es besteht ein Abhol- und Bringservice. Leiterin ist Petra Mayer.

Pflegebedürftig - was nun?

Pflegeberaterin Gertrud Späth von der AOK informiert am 18. April um 15 Uhr im Maria-Seltmann-Haus über die Leistungen der Pflegeversicherung.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp