03.07.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Autobahndirektion Nordbayern verweist auf zu niedrige Werte Kein Lärmschutz für Rothenstadt-Süd

Der Präsident der Autobahndirektion Nordbayern hatte bei seinem Besuch in Weiden bereits dieses Ergebnis angedeutet. Reinhard Pirner machte der Stadt keine Hoffnungen, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung von 120 km/h auf der Autobahn über Rothenstadt hinaus nach Süden ausgeweitet werden könnte. Nun liegt die offizielle Antwort auf das Schreiben von OB Kurt Seggewiß vor. Der Gesetzgeber gestattet die Geschwindigkeitsbeschränkung nur, wenn Lärmschutzgründe oder Gefährdung der Verkehrssicherheit vorliegen.

Bauarbeiten und nur langsam geht's für die Autofahrer auf der Autobahn in Weiden-Süd voran. Nach Abschluss der Arbeiten wird es keine Geschwindigkeitsbeschränkung geben. Bild: Schönberger
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Die Messungen hätten ergeben, dass die Höchstwerte von 55 dB(A) in Wohngebieten und 60 dB(A) in Mischgebieten in dieser Lage nicht überschritten werden.

Zudem wurden Unfallhäufigkeiten nur in den Jahren 2014 und 2015 registriert, deren Ursachen im Rückstau der damals vorhandenen Baustellen lagen. Insgesamt bleibe die Anzahl der Unfälle mit Personen- und schweren Sachschaden in diesem Abschnitt unter dem nordbayerischen Mittelwert von 0,24.

So endet der Bericht aus Nürnberg mit folgendem Resumee: "Zusammenfassend ist daher festzustellen, dass für die Verlängerung der bestehenden Geschwindigkeitsbeschränkung auf 120 km/h über Rothenstadt hinaus derzeit weder aus Lärmschutzgründen noch in Bezug auf die Verkehrssicherheit ein rechtmäßiger Grund vorliegt."

OB Seggewiß bedauert in einer Pressemitteilung vom Montag das Ergebnis und bittet die Bürger von Rothenstadt um Verständnis, dass die Rechtslage dem Anliegen der Anwohner widerspricht.

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