24.09.2017 - 12:06 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Autor Thomas Bäumler stellt Zoigl-Krimi vor Durst auf mehr

Viel zu tun gibt es für die heimischen Ordnungshüter im neuen Buch von Thomas Bäumler, sind doch gleich drei Mordfälle aufzuklären rund um das sonst so beschauliche Waldnaabtal.

Zoigl sells: Bei der Autogrammstunde stehen die weiblichen Fans Schlange am Büchertisch von Autor Thomas Bäumler. Bild: hll
von Autor HLLProfil

Jedoch, so merkt der Autor und Mediziner aus Neustadt an, für so manchen Oberpfälzer Polizisten bietet dieser Einsatz eine willkommene Abwechslung, führt doch das Geschehen des Krimis "Liebe, Tod und Zoigl" mitten hinein in die Bierbrauer-Szene von Neuhaus und Falkenberg.

Und der Zoigl spielte natürlich auch eine Rolle bei der Entstehung seines dritten Romans rund um die junge Journalistin Gerti Zimmermann, wie Bäumler am Donnerstagabend bei seiner Lesung zum Auftakt des Bücherherbstes in der Buchhandlung Stangl bekannte. Eine Entstehungsgeschichte, die bis hin zur Gründung eines neuen Verlages führte, so Verleger Max Rauch bei seinen einführenden Worten. Denn diese Idee habe sich "nach drei bis vier Zoigln" präsentiert, "somit ist der Titel passend". Passend zum kriminellen Inhalt des Romans sei auch die Tatsache, dass der Druck der Bücher in der Druckerei der Justizvollzugsanstalt Bayreuth abgewickelt wurde.

Im Gespräch des Autors mit Buchhändler Martin Stangl gab es Gelegenheit, "etwas über den Menschen dahinter zu erfahren". Zum Beispiel, dass der spätere Arzt und Schriftsteller zu seiner Zeit am Augustinus-Gymnasium gar nicht mal so gut in Deutsch gewesen sein soll. Schwer zu glauben, denn als Bäumler einen Einblick in sein neues Werk gibt, ist schnell zu erkennen, wie sehr der Kriminalroman durch seine detailgenauen Schilderungen und bilderreiche Sprache besticht.

In "Liebe, Tod und Zoigl" dreht sich natürlich wieder alles, oder vieles, um die Polizeireporterin Gerti Zimmermann, die - noch beim Bayerischen Rundfunk beschäftigt - künftig bestimmt "beim Neuen Tag landen wird". Diesmal wird sie bei ihren Ermittlungen um vormals makellose Blumenbeete, die sich in einen blut- und biergetränkten Tatort verwandeln, unterstützt vom Hauptkommissar Franz Lederer, einem ein wenig grantigen, doch gutmütigen Polizisten. Dieser platzt auf seiner Jagd nach menschlichen Abgründen schließlich am Schafferhof mitten in eine Versammlung sämtlicher regionaler Zoiglbrauer. Er findet nach einer Begegnung mit einer seltsamen und "von den Franken gefürchteten" Formation, die sich als Altneihauser Feierwehrkapell'n herausstellt, Erleichterung in einer Brotzeit aus Bratensulz, aphrodisierendem Bier und den Annäherungsversuchen einer mysteriösen Brünetten.

Doch bis zur Aufklärung der Taten, in die sich sogar noch die politische Spitze Bayerns einmischt, ist es da noch ein langer Weg. Bäumler macht in seiner Lesung geschickt Appetit - oder besser: Durst - auf mehr.

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