04.09.2017 - 18:20 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

B22 gesperrt: Verkehrschaos in Altenstadt befürchtet Hilferuf schon vor der Sperrung

Die Nachbarn in Altenstadt stehen bereits Kopf. Sie befürchten das absolute Chaos, wenn heute die B 22 gesperrt wird. Die superschlauen Schleichwegfahrer fluten das Siedlungsgebiet Altenstadt-Süd, verstopfen die Straßen. "Rettungskräfte werden sich aus dem Hubschrauber abseilen müssen", meint ein Anwohner.

Schon jetzt eng: die Max-Reger-Straße in Altenstadt. Die Polizeiinspektionen Weiden und Neustadt warnen davor, sie als Schleichweg für die zwischen Weiden und Altenstadt gesperrte B 22 anfahren zu wollen. Bild: gsb
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Dieser Sommer hat es für die Autofahrer aber auch wirklich in sich: Sperrung der Sedanstraße, des Adolf-Kolping-Platzes und des Altenstädter Kreisels. Sie haben alles überstanden, die Staus mit Geduld ertragen, Umwege in Kauf genommen. Die Krönung ist nun die Sperrung der Ostmarkstraße, die zwischen ATU und Altenstadt eine neue Oberschicht erhalten muss.

Es gibt genügend Vorwegweiser. Doch gerade die Ortskundigen, so meint etwa Tobias Wirth, Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion Neustadt/WN, seien das Problem: Während sich der Fernverkehr meist an die Umleitungen hält, glauben die Einheimischen nämlich, den ganz schnellen Schleichweg zu kennen. "Die Schleichwege werden dann schnell zur Sackgasse."

Und genau das fürchten die Altenstädter. Viele, viel zu viele werden von der Ostmarkstraße auf die Dr.-Kilian-Straße auffahren, dann aber nicht nach links in Richtung Autobahn, sondern nach rechts ins Gewerbegebiet Am Forst abbiegen, um dann weiter nach Altenstadt-Süd in die Max-Reger-Straße zu fahren. Auf der relativ schmalen Straße parken Autos. Dort gilt Tempo 30 und rechts vor links. "Ich gehöre auch zu den Leidtragenden der Sperrung, wohne in Weiden, muss nach Neustadt, aber ich werde unter keinen Umständen durch Altenstadt fahren", betont Wirth. "Es gibt 1000 Möglichkeiten, die von Weiden nach Neustadt und wieder zurück führen. Wenn's denn sein muss, werde ich den Weg über Theisseil nehmen."

Ebenso wie Wirth versichert Erster Polizeihauptkommissar Roland Ast, stellvertretender Leiter der PI Weiden und Chef der Verfügungsgruppe, dass die Beamten vor Ort sein werden, um das Geschehen zu beobachten. "Aber viel eingreifen können wir nicht", räumt Ast ein. Er baut auf die Erfahrung, dass sich das Verkehrsgeschehen nach zwei Tagen "einspielt". Und Tobias Wirth wiederholt die Empfehlung aus den letzten Wochen: "Jeder sollte versuchen, die Sperrungen möglichst weiträumig zu umfahren. Außerdem früher losfahren, also Zeit mitbringen und gelassen bleiben. In acht Tagen ist auch diese Sperrung überstanden." ___Karte zu den Umleitungsstrecken:

www.onetz.de/1777574

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