Bald Vollsperrung des Adolf-Kolping-Platzes wegen Umbauarbeiten
Die Radler kommen

Noch fühlen sich Radfahrer am Adolf-Kolping-Platz eher orientierungslos. Nach einem Umbau sollen auch sie zu ihrem Recht kommen. Dann gibt es eigene Schutzstreifen, die sie auf Vorrangflächen vor den Autos führen. Außerdem wird der Platz barrierefrei umgestaltet. Bild: za

Zig Jahre immerwährender Diskussion sind demnächst beendet. Bis zum Ferienende wird der Adolf-Kolping-Platz umgebaut. Auch barrierefrei. Aber vorher wird die Kreuzung an drei Tagen noch völlig gesperrt.

Zum Beginn des neuen Schuljahres Mitte September präsentiert sich der Adolf-Kolping-Platz, mit annähernd 40 000 Fahrzeugen der verkehrsreichste Platz im Stadtgebiet von Weiden, völlig runderneuert. Künftig kommen auch die Radfahrer zu ihrem Recht. Sie erhalten eigene Schutzstreifen und breite Aufstellungsflächen vor den motorisierten Fahrzeugen.

Hilfen für Sehbehinderte

Zudem wird der Platz barrierefrei gestaltet, was Zuschüsse in einer Höhe von 50 bis 75 Prozent möglich macht. Die sind sicher hilfreich bei Gesamtkosten in Höhe von 600 000 Euro. So werden die Übergänge auf "Null" abgesenkt. Taktile Orientierungssteine im Pflaster und Indikationselemente bei den Lichtsignalanlagen erleichtern den Sehbehinderten die Nutzung der Kreuzung.

Mitte Juli soll es losgehen, nachdem bereits neue Leitungen verlegt worden sind. Theoretisch wären nach Auskunft von Tiefbauamtschef Hubert Grillmeier reine De- und Neumarkierungen der Strecken ausreichend. Da aber die alten Markierungen insbesondere bei widriger Witterung als Phantommarkierung wirken können, wird aus Sicherheitsgründen die komplette Asphaltdeckschicht abgefräst und eine neue einheitliche Deckschicht aufgebracht. Anschließend erfolgt die gut erkennbare Markierung der Schutzstreifen.

Drei Tage Vollsperrung

Durch neue Steuereinheiten werden die Lichtsignalanlagen verkehrsabhängiger betrieben, und die Beschilderung für die Wegweisung wird zur besseren Erkennbarkeit erneuert. Grillmeier freut sich, dass alle Maßnahmen bereits vergeben sind und im kalkulierten Budgetbereich liegen. Die Umgestaltung beginnt Mitte Juli mit dem Versetzen der Mittelinsel in der Nikolaistraße. Danach schließen sich die Deckenbau- und die Markierungsarbeiten an.

In diesem Zusammenhang wird von Freitag, 25., bis Sonntag, 27. August, eine Vollsperrung des Platzes notwendig. Eine schwierige Aufgabe. Dazu sind enge Abstimmungsgespräche mit der Verkehrsbehörde, der Polizei und den betroffenen Busunternehmern in vollem Gang. Auch in der Umgebung liegende Baustellen, wie das geplante Einkaufszentrum NOC sind einbezogen. Für Mitte September ist dann die Verkehrsfreigabe des Projektes geplant.
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