29.06.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Baugenossenschaft Familienheim berichtet von großer Nachfrage Am liebsten mit Balkon

Der Weidener Immobilienmarkt floriert. Die Nachfrage nach Wohnungen sei gegeben, berichtete Vorstandsvorsitzende Christine Maier am Montag bei der Generalversammlung der Baugenossenschaft Familienheim.

Gut aufgestellt ist die Führungsmannschaft der Baugenossenschaft Familienheim um Vorstandsvorsitzende Christine Maier (vorne, links) und Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Zupfer (Zweiter von links). Bild: uz
von Autor UZProfil

"Allerdings wird überwiegend nur gut ausgestatteter Wohnraum mit Balkon gewünscht." Um Wohnungen vermietbar zu machen, seien umfassende Modernisierungen nötig. Die Genossenschaft umfasse 58 Häuser mit 363 Wohnungen, das eigene Büro, zwei Läden, eine Gaststätte, 78 Garagen, eine Tiefgarage mit 46 Plätzen und 27 Carports. Die Gesamtnutzfläche betrage 29 510 Quadratmeter. 99 Wohnungen seien preisgebunden.

Die Zahl der Geschäftsanteile habe sich im Berichtszeitraum um 69 gemindert. Damit besäßen die 626 Mitglieder 5547 Anteile. Als Dividende werden drei Prozent ausgeschüttet. Die Fluktuationsquote habe 6,6 Prozent betragen, sagte Maier. Für die gegenüber 2016 rückläufigen Miet- und Räumungsklagen hätten die Genossen 1935 Euro ausgegeben.

Maier: "Nach wie vor müssen Mietrückstände angemahnt und eingefordert werden. Probleme ergeben sich im sozialen Wohnungsbau hinsichtlich der schwierigen Kosten- und Belegungssituation." Man sehe sich auf dem derzeitigen Wohnungsmarkt vermehrt Herausforderungen gegenüber. "In Kombination von Fachkräftemangel und Auslastung können sich bei einigen Gewerken Preissteigerungen ergeben."

Im Gebäude Franz-Mörtl-Straße 6 und 8 wurden Haustüren erneuert, in der Arndtstraße 13 und 15 der Hof. Außerdem habe man dort Mülltonnen- und Fahrradeinhausungen aufgestellt. Der Einbau von Rauchmeldern sei abgeschlossen. In der Behaim- und Rehbühlstraße werden neue Gasthermen eingebaut. Insgesamt wurden nach Maiers Angaben 251 000 Euro für die Erhaltung des Wohnungsbestandes ausgegeben. "Die Finanzierung der Investitionen erfolgte überwiegend durch Eigenkapital." Nur für die Modernisierung der Wohnung Hohenstaufenstraße 13 wurde ein zinsgünstiges Darlehen aufgenommen. "Für die Zukunft ist zur Sicherung einer langfristigen Vermietbarkeit mit einem hohen Investitionsvolumen zu rechnen."

Maier: "Das Verhältnis Fremdkapital zu Eigenkapital liegt im guten Bereich des Branchendurchschnitts. Das Verschuldungsrisiko bleibt gering." Die Genossenschaft sei jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das Gesamtergebnis habe sich gegenüber 2015 verbessert. Dies beruhe auf der bereits getätigten Bezahlung der Abrisskosten des Schweigerstraßen-Blocks. Das Gebäude Schweigerstraße 1 bis 11 stehe unter Denkmalschutz. Bauliche Veränderungen dürften nur mit Erlaubnis des Landesamtes durchgeführt werden.

Trotz des genossenschaftlichen Gedankens: Auch eine Genossenschaft müsse sich dem Markt beugen. 2017 stünden an: Reparieren der Holzbalkone in der Rehbühlstraße 51 und 53, Abriss der Holzlegen in der Bismarck-Herzogstraße. Stilllegung der Erdtankanlage im Brunnenblock und Umstellung auf Erdgas der Gebäude Franz-Mörtl-Straße 6 und 8 sowie Fichtestraße 8 und 10. "Diese Maßnahme soll vor Beginn der kalten Jahreszeit abgeschlossen sein." Herbert Bierler scheidet aus dem Aufsichtsrat aus. Norbert Leibl wurde als Vorstandsmitglied bestätigt. Wiedergewählt in den Aufsichtsrat wurden Oliver Rath, Siegfried Sitter und Martin Legat. Ersatzmitglieder wurden Corinna Kehrle und Heike Stich.

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