26.02.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bei zwei Polizeieinsätzen Messer im Spiel Flüchtling verletzt sich selbst

Bei zwei Polizeieinsätzen am Wochenende in der Max-Reger-Stadt waren Messer im Spiel. Doch während sich ein 19-jähriger Libyer selbst tiefere Wunden beibrachte, erwies sich der Streit zwischen einem Weidener Pärchen bei näherer Betrachtung als relativ harmlos und ging auch ohne Verletzungen ab.

von Jutta Porsche Kontakt Profil

War es die Verzweiflung, der starke Alkoholgenuss oder beides zusammen? Am Sonntag, kurz nach 3 Uhr, alarmierte die Integrierte Rettungsleitstelle jedenfalls die Polizei: Ein 19-jähriger Flüchtling hatte sich in einer Weidener Asylunterkunft selbst mit dem Messer Schnittwunden beigebracht. Der junge Mann wollte sich jedoch auf keinen Fall helfen lassen.

Als die Rettungssanitäter seine Wunden versorgen wollten, begann er sie mit den Fäusten zu traktieren. Den Polizeibeamten gelang es schließlich, ihn festzunehmen, so dass er zur Behandlung ins Klinikum transportiert werden konnte. Seine Wunden waren nach Angaben der Polizei so tief, dass sie genäht werden mussten. Die Rettungskräfte dagegen hatten Glück und trugen keine ernsthaften Verletzungen davon.

Drei Promille

Der 19-Jährige hatte in der Nacht offenbar einiges getrunken. Er hatte drei Promille im Blut. Da offenbar Selbstgefährdung bestand, wurde er nach der Versorgung seiner Wunden ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Andere Bewohner der Unterkunft waren nach Angaben der Polizei nicht gefährdet.

Bereits am Samstag gegen 13.45 Uhr hatte ein angetrunkener Weidener die Polizei angerufen, weil seine Lebensgefährtin angeblich mit dem Messer auf ihn losgegangen sei. Der 45-Jährige war allerdings nur sehr schlecht zu verstehen. Die Situation blieb für die Beamten letztlich unklar, so dass gleich mehrere Streifen ausrückten.

Vor Ort stellte sich heraus, dass das Pärchen lediglich verbal aufeinander losgegangen war: während des Kartoffelschälens, weshalb die Frau ein Messer in der Hand hielt. Sie ließ sich jedoch nicht beruhigen, hatte laut Polizeibericht fast zwei Promille und landete deshalb, nach Rücksprache mit dem zuständigen Richter, in der Ausnüchterungszelle.

Besorgte Nachfrage

Ein Stunde nach dem Vorfall rief der Lebensgefährte übrigens bei der Inspektion an, um zu erfahren, wie es der 46-Jährigen geht. Die Schlussfolgerung der Polizei lautet angesichts der besorgten Nachfrage: "Happy End in Sicht."

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