26.02.2018 - 20:20 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Beruf mit sicherer Zukunft

Eigentlich bräuchte die Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik keine Werbung für sich machen. Bewerberinnen gibt es genug - sogar mehr als Plätze. Nur an Männern mangelt es nach wie vor.

Volles Haus: Akademieleiter Karlheinz Binner begrüßt die Gäste zum Tag der offenen Tür der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Der Tag der offenen Tür am Samstag in der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik (FakS) war ein Unterrichtsprojekt des ersten Studienjahres. Unter dem Motto "FakSination" waren alle eingeladen, die sich für eine Erzieherausbildung interessieren. Der Chor und die Band des ersten Studienjahres unter Leitung von Edmund Feilner begrüßten die Besucher, darunter auch die "Ehemaligen".

Als Tagesthema wählten die Studenten "Theorie und Praxis: Hand in Hand". In der Begrüßungsansprache erläuterte Akademieleiter Karlheinz Binner, was dies bedeutet. "Hand in Hand" gelte nicht nur für Theorie und Praxis im Unterricht, sondern auch für Dozenten, Studenten und Praktikanten sowie für die Gemeinschaft der Studierenden.

Interaktives Programm

"Anhand des Tages der offenen Tür sollen die Studierenden das üben, was später ohnehin auf sie zukommt. Als Erzieher müssen sie große und kleine Projekte in den Kinderbetreuungseinrichtungen laufend organisieren", erläutert der Akademieleiter. Dass sich die Studierenden Mühe gegeben hatten, war schon beim Betreten des Gebäudes zu erkennen. Ein buntes Namensplakat der Akademie vor den Fenstern des vierten Stockwerks warb für das Ereignis.

Im Eingangsbereich informierten die Studierenden über das Sechs-Stunden-Tagesprogramm. Musik und Theater, Filmclips, Trommelkonzerte, insbesondere "der Tanz der Tücher" boten Unterhaltung. Im Mittelpunkt standen jedoch Information und Präsentation dessen, was Inhalt der in der Regel fünfjährigen Ausbildung ist. "Themenzentrierte Interaktivität" heißt laut Binner das Konzept, das in jedem Unterrichtsraum präsentiert wird und die gesamte Ausbildung repräsentiert. Arbeit an Themen mit Gruppen bestimme auch später die Erzieherarbeit. Deshalb konnten die Besucher in jeden Unterrichtsraum die vielen unterschiedlichen Ausbildungsthemen, wie Arbeit mit Farben und Holz kennenlernen.

Mehr Bewerber als Plätze

Wer sich für den Erzieherberuf interessiert, sollte sich genau informieren können, was auf ihn zukommt. "Bewerbungen haben wir deutlich mehr als Ausbildungsplätze", stellte Binner fest. Immerhin seien diesmal im ersten Jahrgang unter den 25 "Neuen" auch fünf junge Männer.

Wer sich für den Erzieherberuf entscheide, habe allerbeste Berufsaussichten. Wegen des zunehmenden Ganztagesangebots und der bevorstehenden Verrentungswelle würden Experten alleine in Bayern von einem "riesigen Loch von rund 25 000 fehlenden Erziehern ausgehen". Der Abschluss der Erzieherausbildung bietet auch die Möglichkeit, an einer Hochschule zu studieren. Als Caritas-Einrichtung fühlt sich die Akademie den christlichen Werten verpflichtet.

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