15.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Berufsinformationstag in Almesbach Stall-Luft geschnuppert

Mit dem Streicheln von Kälbchen hat die Ausbildung zum Landwirt natürlich auch etwas zu tun. Doch der Beruf hat weit mehr zu bieten. Das jedenfalls zeigt sich bei einem Informationstag in Almesbach.

von Reinhard KreuzerProfil

Viel Wissen aus erster Hand erhielten Berufsanfänger und Interessenten an einer Zweitausbildung zum Landwirt oder Fachkraft Agrarservice im Fortbildungszentrum Almesbach.

Johannes Kugler, Auszubildender aus Auerbach, erzählte dabei exemplarisch aus seinem Lebenslauf. "Meine Eltern haben einen Milchviehbetrieb - und dort wollte ich einsteigen", erinnerte er sich. Nach Realschule und Mittlerer Reife hatte er schon den betriebswirtschaftlichen Zweig belegt. Vier Tage Schule in Neustadt und ein Praxistag in Vilseck absolvierte er im ersten Berufsgrundschuljahr, im zweiten Jahr wechselte er zu einem Zuchtbetrieb nach Sulzbach-Rosenberg.

Meister-Gehilfe

Nun sei er im dritten Jahr und strebe seinen Abschluss als landwirtschaftlicher Gehilfe, also seine Gesellenprüfung, an. Ein Praxisjahr stehe im schließlich noch bevor, dann könne er seine Meisterprüfung ablegen. "Danach könnte ich beispielsweise staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt werden", sagte Johannes Kugler.

14 "grüne Berufe"

Anton Dobmayer, Leiter des Beruflichen Schulzentrums Neustadt/WN, klärte die Interessierten zusammen mit seinem Mitarbeiter Franz-Josef Baeck über Ablauf und Inhalt des Berufsgrundschuljahres auf. "Dieses Jahr ist eine unverzichtbarer Grundstock für die Ausbildung zum Landwirt", so Dobmayer.

Johannes Völkl, Bildungsberater beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, berichtete von der Ausbildung zu Landwirt und Fachkraft Agrarservice und den damit verbundenen beruflichen Perspektiven. "Damit die Persönlichkeitsentwicklung während der Ausbildung nicht zu kurz kommt, ist es besonders wichtig, einen passenden Ausbildungsbetrieb zu finden", betonte Völkl. Max Sternkopf vom Maschinen- und Betriebshilfering Neustadt stellte 14 "grüne Berufe" vor. Er erinnerte die Interessenten daran, dass man nicht notwendig einen landwirtschaftlichen Betrieb besitzen müsse, um Landwirt zu werden.

Hans Winter vom Bayerischen Bauernverband ermutigte die jungen Interessierten, nach der Ausbildung ins Ausland zu gehen. "Zwei Jugendliche konnten wir in diesem Jahr bereits bei ihrem Auslandsaufenthalt unterstützen", sagte Winter.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.