Beste Klasse Deutschlands: Augustinus-Schüler verpassen Sieg
Stolz, dabei gewesen zu sein

In diesem Moment ist klar: Die Schüler der Klasse 7 c des Augustinus-Gymnasiums haben den Sieg bei der Sendung "Die beste Klasse Deutschlands" verpasst. Daran teilzunehmen, war vor allem auch der Wunsch von Angelina Wallmeyer (zweite Reihe von hinten, Fünfte von links) aus Waldthurn. Repro: mte

Im Fernsehen quizzen, dabei "Die beste Klasse Deutschlands" werden und deshalb nach Madrid fahren. Ganz schön ambitionierte Ziele hat sich die 7 c des Augustinus-Gymnasiums gesetzt. Am Dienstagabend guckt Fernsehdeutschland, ob das alles klappt.

Besonders genau schauen die Schüler des Augustinus-Gymnasiums, Freunde, Eltern und Lehrer zu. In der Schulmensa bietet sich den 80 Interessierten bei Public Viewing und diversen Häppchen diese Möglichkeit. Wie's ausgeht, wissen alle schon vorab: suboptimal. Sprich: Die Klasse des Ökumenischen Domgymnasiums Magdeburg gewinnt und hält sich damit die Chance auf den Wochensieg und das Superfinale offen, bei dem die Madridfahrt zu holen ist. Die Weidener verdienen bei der Sendung in Köln 100 Euro für die Klassenkasse - "und jede Menge Respekt fürs Mitmachen", findet Kerstin Wallmeyer.

1400 Mitbewerber

Ihre Tochter Angelina wollte unbedingt an dem Fernseh-Quiz teilnehmen. Die 13-Jährige habe deshalb immer wieder daran erinnert, die Bewerbung einzureichen. "Und mal ehrlich, unter 1400 Bewerbungen für die Sendung ausgewählt zu werden, ist doch auch schon ein großer Erfolg", sagt Mutter Wallmeyer.

"Also, zehn Minuten nach Ende der Sendung war die Enttäuschung der Schüler über den verpassten Sieg schon zu spüren", sagt Kunstlehrerin und Projektbegleiterin Birgit Zimmermann. Magdeburg gewinnt mit 42 zu 30 Punkten. "Aber dann waren alle wieder super drauf." Kein Wunder. "Es war einfach spannend, die eigenen Kinder im Fernsehen zu sehen. Wie sie sich verhalten, wie sie gucken, mitfiebern", analysiert Mutter Kerstin Wallmeyer.

Danach gibt's auch viel zu diskutieren. Warum wurde etwa ausgerechnet die Passage rausgeschnitten, in der die Expertin Lena aus Vohenstrauß so herrlichen Oberpfälzer Dialekt spricht? War das schnelle Auge von Michael Ott beim Bilderpuzzle zum Federball nicht genial? Wer wusste eigentlich, dass der schwarze Storch ein Wappentier Australiens ist? Wer erkannte das Geräusch, das ein Modem vor 15 Jahren und damit vor der Geburt der Siebtklässler gemacht hat, als es die Verbindung mit dem Internet herstellte? Wer hatte sich denken können, dass ein Ei im Wasser durch den Ruß einer Kerze - und nicht wie getippt durch Imprägnierspray - dieses metallische Aussehen erhält?

Dank nach Sendeschluss

Egal. "Das war eine Top-Leistung. Ihr seid eine Superklasse", sagt der Fernsehmoderator in Richtung der Weidener. Dann schwenkt die Kamera auf die jubelnden Sieger. Der Abspann folgt. Was Fernsehdeutschland damit nicht mehr zu sehen bekommt? "Wie sich die Schüler bei ihren Eltern für die Unterstützung bedankten. Ein schöner Moment war das", verrät Lehrerin Zimmermann.
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