BI gegen atomare Anlagen zeigt Doris Dörries Film
Aus Fukushima lernen

Hilde Lindner-Hausner (links) und Wolfgang Herzer zeigen beim Kunstverein Doris Dörries Film "Grüße aus Fukushima". Bild: uz

"Das darf doch nicht wahr sein: Sieben Jahre nach Fukushima ist Deutschland immer noch der zweitgrößte Atomstromproduzent in der Europäischen Union." Die Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen Weiden-Neustadt zeigte unter anderem auch deshalb in den Räumen des Kunstvereins Doris Dörries "Grüße aus Fukushima".

"Wir wollten uns dem Land Japan mittels eines Films nähern", erklärte Hilde Lindner-Hausner. Sie halte es für wichtig, einmal nachzufragen, wie es den Menschen in Fukushima heute ergehe. Und genau das beleuchte die Geschichte von der jungen Deutschen Marie, die auszieht, das Fürchten zu lernen. Als Clown reist sie für die Organisation "Clowns4Help" nach Fukushima um dort zusammen mit dem Clown Moshe überlebenden Opfern der Dreifachkatastrophe von 2011 ein wenig Freude zu bringen. Und sie muss feststellen, dass sie dafür überhaupt nicht geeignet ist.

Man habe sich für diesen Film entschieden, weil die Regisseurin 1998 schon einmal zu einer Lesung nach Weiden gekommen war, berichtete Wolfgang Herzer vom gastgebenden Kunstverein. Der Film zeige, wie sich das Leben sieben Jahre nach der Katastrophe vor Ort gestalte, sagte Lindner-Hausner. Zu glauben, Menschen wieder hier ansiedeln zu können, sei Irrsinn. Für den 24. April kündigte Lindner-Hauser eine Veranstaltung zum Thema Endlager im Hotel "Zur Post" in Weiden an.
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