04.04.2018 - 16:18 Uhr
Oberpfalz

Biber scharf auf Pappel

Ganze Arbeit leistete der Biber dann doch nicht. Der Pappel beim Mittleren Wehr am Flutkanal bescherte er mit seinen scharfen Beißerchen zwar eine Wespentaille, doch kurz vor dem Fällen verlor der Nager offenbar den Appetit. Aus Sicherheitsgründen mussten die Bauhofmitarbeiter ran: In etwa drei Metern Höhe sägten sie den Baum ab, bannten so die Gefahr für Fußgänger und Radler.

In diese Aufgabe hat sich der Biber richtig verbissen. Doch die Pappel steht noch immer. Zumindest der unter Teil. Aus Sicherheitsgründen sägten Bauhofmitarbeiter den Baum in drei Metern Höhe ab. Bild: Schönberger
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Auch an anderen Stellen seien die Biber nach dem Winter aktiv, weiß Martin Scheidler von der Unteren Naturschutzbehörde: "Jetzt geht es raus aus dem Bau. Sie beginnen zu nagen." Knospen und kleinere Zweige dienten ihnen als Nahrung. Und weil sie schlechte Kletterer seien, legten sie Bäume in Ufernähe einfach um. In Weiden seien sämtliche Gewässer mit den Nagern besetzt, berichtet Scheidler. Nach einer Zählung der Bauten vor etwa zehn Jahren gab es etwa 20 Biber-Familien im Stadtgebiet, der Experte geht aber mittlerweile von mehr aus. Eine Familie bestehe aus einem Paar und zwei bis fünf Jungtieren pro Jahr. Die müssten mit zwei Jahren den Bau verlassen und sich eigene Reviere suchen.

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