03.07.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Blitzerwoche von 3. bis 10. Juli Jagd auf Raser

Abzocke oder sinnvolle Kontrolle? Diese Frage stellt sich wohl so mancher Autofahrer, wenn es um das Thema "Blitzer" geht. Antwort darauf liefert die Aktionswoche "Sicher durch den Sommer".

Polizeioberkommissar Stefan Kastl ist dafür zuständig, Schnellfahrer aus dem Verkehr zu ziehen. Bild: Schönberger
von Redaktion OnetzProfil

In der nächsten Woche wird genauer hingeschaut. Die Verkehrspolizeiinspektion Weiden beteiligt sich von 3. bis 10. Juli mit einer Vielzahl an Geschwindigkeitskontrollen in den Landkreisen Neustadt/WN und Tirschenreuth sowie in der Stadt Weiden an der Aktionswoche "Sicher durch den Sommer". Sie ist Teil des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 "Bayern mobil - sicher ans Ziel". "Die Messstellen befinden sich an unfallreichen Stellen", verrät Polizeihauptkommissar Georg Fritsch. Mehr Details zu möglichen Blitzern gibt er aber nicht heraus. Ungewöhnlich sind die Geschwindigkeitskontrollen für die Verkehrspolizei Weiden nicht. "Wir messen jeden Tag acht Stunden", erklärt Fritsch. Auch die durchschnittliche Quote an registrierten Schnellfahrern sei nicht höher wegen der Aktionswoche. Anders als sonst ist, dass die Polizisten während "Sicher durch den Sommer" verstärkt den persönlichen Kontakt zu den Schnellfahrern suchen. "Die Leute verstehen dann oft besser, warum sie geblitzt werden", meint Fritsch.

Die Beamten winken Fahrer mit einer Geschwindigkeit ab elf km/h über dem Tempolimit auf den Parkplatz. Dabei ist die Toleranz bereits abgezogen. "Normalerweise sind die Betroffenen zwischen 14 und 15 km/h über dem Limit", schätzt Fritsch. "Maximal 20." Gemessen wird mit mobilen Geschwindigkeitsmessgeräten. Dazu gehören der Einseitensensor 3.0 und das Radarfahrzeug Multanova. Neben Führer- und Fahrzeugschein kontrollieren und erfassen die Polizisten das Kennzeichen. "Das ist vor allem für spätere Auswertungen wichtig", erklärt der Polizeihauptkommissar.

Ziel von "Sicher durch den Sommer" sei es nicht, möglichst viel Geld einzunehmen. Ganz im Gegenteil. "Ich freue mich, wenn die Beanstandungsquote niedrig ist", erwähnt Fritsch. "Das heißt, dass die Fahrer wissen, was sie tun." Was die VPI Weiden wirklich erreichen will? Die Anzahl der Verkehrsunfälle wegen zu schnellem Fahren verringern. Das scheint den meisten Fahrern bewusst zu sein. "Die Leute sind eigentlich immer freundlich und zeigen Verständnis", so Fritsch.

Die Aktionswoche ist nichts Neues. "Es gibt sie etwa einmal im Jahr", sagt der Polizeihauptkommissar. "Es gibt aber auch übers Jahr verteilte Aktionstage." Hauptsächlich dient die Blitzer-Woche dazu, Autofahrer auf die Gefahren durch nicht angepasste Geschwindigkeit aufmerksam zu machen.

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