BRK-Sanitäter in Augsburg
Einsatz in Heiliger Nacht

Verabschieden die Einsatzkräfte nach Augsburg: Kreisgeschäftsführer Franz Rath (links), Rot-Kreuz-Beauftragter Hartmut Ordnung (Zweiter von links), stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Sandro Galitzdörfer (Fünfter von links) und Bereitschaftsleiter Gerd Kincl (Dritter von rechts). Bild: hfz

Die Nachricht kam zwei Tage vor Weihnachten: Am Donnerstag, 22. Dezember, 20 Uhr erhielt die Kreisbereitschaft des Roten Kreuzes die Anweisung, am ersten Weihnachtsfeiertag drei Fahrzeuge für eine Bombenentschärfung nach Augsburg zu schicken. "Dann mussten wir relativ kurzfristig die Leute suchen", erinnert sich der stellvertretende Bereitschaftsleiter Sandro Galitzdörfer. "Das war ein ungünstiges Datum."

An den Vorbereitungen für den Einsatz beteiligten sich neben Galitzdörfer Kreisbereitschaftsleiterin Kathrin Regler sowie Kreisgeschäftsführer Franz Rath und Rotkreuzbeauftragter Hartmut Ordnung. Um zehn Uhr morgens meldeten sie Vollzug: Neun Ehrenamtliche aus den Bereitschaften Weiden, Rothenstadt und Neustadt/WN hatten sie verpflichten können. "Wir sind sehr stolz, dass wir die Leute gefunden haben", findet Galitzdörfer.

Drei Krankentransportfahrzeuge (KTW-B) mit je drei Sanitätern machten sich in der Heiligen Nacht zum Einsatz bereit. Um drei Uhr brachen die Einsatzkräfte von Weiden aus auf. Um 7.30 Uhr sollte die Evakuierung starten. Insgesamt waren 300 Fahrzeuge aus ganz Bayern im Einsatz. Die Oberpfälzer Sanitäter halfen bei der Räumung von Altenheimen. Die nicht gehfähigen und liegenden Senioren wurden in Aufenthaltsräume wie dem Messegelände oder dem Fußballstadion gebracht. Dort kümmerte sich das BRK um sie. Um 13 Uhr musste die Evakuierung abgeschlossen sein. Dann startete die Bombenentschärfung. Um 21 Uhr konnten die Sanitäter anfangen, die Senioren zurückzubringen.

In der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag kamen die Ehrenamtlichen wieder zurück. Nach mehr als 24 Stunden erreichten die Krankentransportfahrzeuge um 3.30 Uhr nachts wieder Weiden.
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