12.04.2018 - 11:48 Uhr
Oberpfalz

Bürgerinformation zur östlichen Bahnhofsvorstadt Bahn frei für neue Ideen

Flaniermeile, Parkhaus, ein attraktiv gestalteter Bahnhofvorplatz, auf dem Verkehr tabu ist. Nur drei der Ideen, welche die Bahnhofvorstadt aufwerten könnten.

In kleinen Arbeitsgruppen befassen sich die Teilnehmer mit den Vorschlägen der Städteplaner aus Baden-Württemberg. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Die Scheiben im Konferenzraum der Alten Hauptpost könnten auch mal wieder einen Fensterputzer vertragen. Ein Blick hinunter auf die Bahnhofstraße macht deutlich, warum sich hier am Mittwochabend die Leute treffen: Das Areal muss schöner, attraktiver, aus seiner aktuellen Tristesse befreit werden. Anna Sendlewska vom Stuttgarter Stadtplanungsbüro Pesch Partner Architekten stellt auf Einladung der Stadt die Ideen dazu vor.

Viele Monate hatte das Büro Zeit, das Gebiet zwischen Bahnhof, Hochstraße, Auenstraße und Weigelstraße unter die Lupe zu nehmen und Anregungen dazu zu geben. Über eine endgültige Gestaltung sollen sich die Anrainer, die Haus- und Grundstückseigentümer selber Gedanken machen. Das ist der Hintergrund des Treffens in der Alten Post: Zuhören, Arbeitsgruppen bilden, diskutieren. Die Stadt könne nur lenkend einwirken, sagt OB Kurt Seggewiß bei der Bürgerinformationsveranstaltung. Sie ist nicht Eigentümerin der Grundstücksflächen. Was Pesch & Partner vorlegt, sei nur ein informelles Planungsinstrument und habe keinen rechtsverbindlichen Charakter. Die Rahmenplanung "Östliche Bahnhofsvorstadt", hier insbesondere der Bereich der nördlichen Bahnhofstraße, unterteilt die Fläche in kleine Gebiete, die dann umso intensiver besprochen werden können.

Baudezernent Oliver Seidel hofft, dass die Planungen bis Sommer abgeschlossen sind. Die Stuttgarter Stadtplanerin Sendlewska beleuchtet eine Reihe von Möglichkeiten. So nennt sie für Für und Wider der Bestandsbäume im nördlichen Teil der Bahnhofstraße aus. Diese erzeugten einerseits den Charakter einer großzügigen Flaniermeile. Andererseits bedingten sie schmälere Fahrrad- und Fahrwege als bei einer Neuanpflanzung. Auch für den Bahnhofvorplatz gibt es mehrere Varianten, von denen eine die weitgehend verkehrsfreie Gestaltung vorsieht, mit Zufahrt über die Brenner-Schäffer-Straße. Überlegungen reichen von zusätzlichen Parkplätzen für den "Park+Ride-Verkehr" entlang des Bahnhofsgeländes bis hin zu einem Parkhaus.

Der Rahmenplan beschäftigt sich mit der Gebäudefront an der Bahn, mit Lärmschutz und Beruhigungen der Hinterhöfe, um den Mehrwert der Bestandsbebauung zu sichern. Große Bedeutung für die Gestaltung habe auch das Gebäude gegenüber des Bahnhofs, sagt die Referentin. Die Stadtfront zur Bahntrasse müsse unbedingt ein attraktives Erscheinungsbild für Fahrgäste erhalten, die vorhandenen Gebäudestrukturen behutsam städtebaulich arrondiert werden. Im Plan gehe es auch um die Schließung von Baulücken wie den Bereich des Bürgerbräugeländes.

Die nächsten Schritte

Die Bürgerinformation war nur der erste Schritt zu einer neuen, attraktiveren Bahnhofvorstadt. Jetzt gehe es darum, den idealen Konsens mit den Eigentümern herzustellen, informierte Baudezernent Oliver Seidel bei der Veranstaltung in der Hauptpost. Sobald die informelle Planung abgeschlossen sei, werde das Projekt in die formelle Planung überführt. "Wir hoffen auf gute Ergebnisse." (uz)

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