Bund Naturschutz pflegt artenreiches kleinod im Weidener Westen
Sägen zum Wohle der Wiese

2.v. Links Johann Babl, 2. V. rechts Irmi Schönig-Eckel mit ihren Mitgliedern.

Zwischen einem Fremdgrund, dem Waldrand und der Schweinenaab eingebettet liegt im Weidener Westen eine 0,3 Hektar große Nasswiese mit blütenreichem Grünlandbewuchs. Und sie hat tatkräftige Freunde.

Wenigstens alle zwei Jahre soll diese artenreichen Nasswiese gepflegt werden. Wie Johann Babl, Förster bei den Bayerischen Staatsforsten, sagte, sollte von den Rändern eindringender Gehölzbewuchs zurückgenommen werden, um dieses artenreiche Kleinod in seiner Form zu erhalten. Das entspricht dem Entwurf eines Naturschutzkonzepts der Staatsforsten.

Die Pflege der Weidener Nasswiese hat die Ortsgruppe des Bundes Naturschutz übernommen, organisiert hat die Aktion Irmi Schönig-Eckel. Mitglieder rückten daher im "Latscherholz" an, um kleine Aussägearbeiten vorzunehmen. "Die feuchten Teile der Wiese werden von Mähdesüß (Filipendula ulmaria) und dem Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) dominiert", erklärte Förster Babl. Vereinzelt komme der für torfige Böden typische Heil-Ziest (Betonica officinalis) vor. Die artenreiche Nasswiese sollte auch weiterhin periodisch gepflegt werden, vorzugsweise durch eine Mahd.

Eine jährliche Mahd sei nicht nötig. "Durch die Mahd wird die Mikro-Fauna der Wiese weniger beeinträchtigt als durch das Mulchen", wusste Schönig-Eckel. Durch den Abtransport des Mahdgutes werden keine empfindlichen Gräser und Kräuter durch einen "Mulchfilz" unterdrückt.

Früher war an der Stelle ein Erlenwald gewachsen, die Wiese gemäht und diese Mahd zum Einstreuen verwendet worden. Nachdem diese Arbeitsweise weggefallen war, hat sich die Natur ihren Bereich mit Weiden und Erlen wieder geholt. Nun sollen Pflanzen wie der Silberweiderich, kleine Nelkenarten, Taubnessel und Knabenkräuter wieder Insekten wie Libellen, Hummeln und Wildbienen als Nahrung dienen. Der Einsatz der Ortsgruppe war nicht der letzte.
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