07.09.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

CSU-Ortsvereine radeln zum Test über den Kolpingplatz Meinungen sind geteilt

Die CSU-Ortsverbände Weiden-Ost und Stadtmitte wollten ihre eigenen Erfahrungen mit den neuen Fahrspuren rund um die Kolpingplatz machen - und luden zu Testfahrten ein.

Manchmal wurde zur Vorsicht geraten. Aber im Großen und Ganzen fanden die Testradler die Spurenlösung am Adolf-Kolping-Platz gut. Eingeladen hatte die CSU. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Neben den Politikern waren auch ein Tandem-Team und ein ehemaliger Globetrotter dabei. Die Kreuzung wurde mehrmals aus allen vier Himmelsrichtungen angesteuert. Die Meinungen waren geteilt. "Es ist ja noch nicht alles fertig", machte Hans Forster (Weiden-Ost) deutlich. "Was mir aufgefallen ist: Wenn man von der Nikolaistraße rüber zur Schillerstraße fährt, dann hört der Radweg bei Witt schon wieder auf." Gleiches auf der Gegenseite in der Nikolaistraße.

Er fände es wirkungsvoller, wenn das Radnetz das komplette Stadtgebiet verbinden würde. Allerdings sei ihm gesagt worden, man wolle erst mal abwarten, bis das NOC steht. Neu und toll sei die Markierung vor der Ampel in der Sedanstraße. Hier sei eine extra Fläche vor den wartenden Autos für Radfahrer ausgezeichnet. "Die dürfen sich hier vor die Autos stellen." Als Riesenproblem empfand er allerdings die Gegenseite. Wer von der Christian-Seltmann-Straße hoch zum Kolpingplatz fahre und Linksabbieger in die Nikolaistraße sei, müsse sich schon weit unten orientieren und sich per Handzeichen bemerkbar machen. Oben sei das Handzeichen nicht mehr nötig.

Alles sei enger geworden auf dem umgestalteten Adolf-Kolping-Platz. Zwar hätten Radfahrer jetzt einen eigenen Schutzstreifen erhalten. Aber die Verkehrsfläche zwischen den Bordsteinen sei ja nicht breiter geworden. Die Spuren seien nur anders verteilt. "Daran muss man sich noch gewöhnen." Noch hätten Autofahrer ihre liebe Not mit den neuen Strichen und Streifen. Bei der Testfahrt musste ein Teil der Radlergruppe, die rechts in die Schillerstraße abbiegen wollte, abspringen und auf den Gehweg ausweichen, weil neben ihnen ein Bus anfuhr. Bei Laster und Bussen sieht deshalb Stadtmitte-Vertreter Rudi Prichta noch große Probleme. "Wenn die kommen, wird's eng." Wie Forster erklärte, dürfe ein Lastwagen sogar die Linien kreuzen, wenn er etwa von der Schillerstraße in die Christian-Seltmann-Straße abbiege. "Der kann gar nicht belangt werden, muss natürlich schon die Radfahrer berücksichtigen." Es werde noch einige Zeit dauern, bis sich Autofahrer und Radler an die neue Situation anpassten, meinte Forster. Dennoch zogen die Testradler ein positives Fazit.

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