Das Handwerk half dem Projekt Baby-Watch jetzt über die Ziellinie
Kinderklinik feiert 10000-Euro-Marke

Alle in einem Boot. Diese Spenden haben über die Zielmarke von 10 000 Euro für das Projekt Baby-Watch der Kinderklinik Weiden geholfen. Es freuen sich (von links) Kreishandwerksmeister Joachim Behrend, Waltraud Koller-Girke, Chefarzt Dr. Fritz Schneble, Stationsleiterin Michaela Hutzler, Christa Neubauer-Kreutzer und Klinikum-Personalchef Martin Neuhaus. Bild: sbü

Es war ein Kraftakt, aber der Zweck hat alle überzeugt. Deswegen kam Hilfe von allen Seiten. Das Handwerk hat jetzt dem Projekt Baby-Watch über die Zielmarke geholfen.

In der Kinderklinik in Weiden darf gefeiert werden. Die 10 000 Euro sind eingesammelt und im Januar können die vier Kameras in der Frühchen-Intensivstation installiert werden. Für den großen letzten Spendenschub hat das Handwerk gesorgt. 1000 Euro von der Kreishandwerkerscha23ft, 1000 Euro von der Elektro-Innung und 500 Euro vom Kreishandwerksmeister Joachim Behrend persönlich wurden übergeben. Behrend vertrat als Obermeister auch die Elektroinnung. Für die Kreishandwerkerschaft war Geschäftsführerin Christa Neubauer-Kreutzer gekommen.

Mit diesen Spenden wurde die 10 000 Euro-Grenze überschritten, die für die Anschaffung des Software- und Kamerasystems in der Frühchen-Intensivstation erforderlich war. "Eltern können sich ab Januar von Zuhause einwählen und ihr frühgeborenes Kind im Inkubator beobachten", freut sich Stationsleiterin Michaela Hutzler. Vor allem auch die Geschwister der Frühchen sei es wichtig, sich an das neue Familienmitglied zu gewöhnen, sagte Frau Hutzler.

Nur mit Passwort

Für das Klinikum bedankte sich Personalchef Martin Neuhaus bei den Spendern aus dem Handwerk. Der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Fritz Schneble, schloss sich dem Dank an. Vier Kameras sollen für Live-Bilder installiert werden. Das meiste Geld muss dabei für die Software ausgegeben werden. Um Missbrauch zu verhindern, soll alles "passwortgeschützt" werden.

Begeistert zeigte sich auch Waltraud Koller-Girke vom Förderverein für Schwerkranke. Der Verein organisierte und betreute die Spendenaktion. "Was einzelne Spender, wie unter anderem Schulen, Sparkasse und Landrat bis hin zur Pflaster-Challenge in Facebook geschafft haben, ist bewundernswert", erklärt Waltraud Koller-Girke. Über 4000 Euro kamen alleine durch kleine und große Spenden in der Facebook-Aktion zusammen. Alle Spender sollen jetzt auf einer Collage im Kinderklinikum abgebildet werden.

Das Projekt "Baby-Watch" ist eng eingebettet in die Behandlungsstrategie von Frühgeborenen, erläutert Stationsleiterin Hutzler. In ihrer Station werden Frühgeborene aufgenommen. Manche wiegen gerade einmal 500 Gramm. Deswegen wird im Inkubator auch versucht, die Bedingungen im Mutterleib weiterhin aufrechtzuerhalten. Die Betreuung ist sehr intensiv, auf einen kleinen Patienten kommt eine Pflegekraft.

Live-Schaltung möglich

Für Eltern sei es besonders schmerzlich, wenn sie ihr Kind im Krankenhaus zurücklassen müssen. Die Live-Schaltung könne diesen Schmerz etwas lindern und vor allem die Verbindung zum Kind bei Eltern und den Geschwistern stärken. Dies sei auch für die spätere positive Entwicklung der Frühgeborenen nach Entlassung aus dem Krankenhaus sehr wichtig. Sobald Kameras und Software installiert sind, wird das Klinikum die Öffentlichkeit informieren.
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