„Denken, Fühlen, Malen“ feiert zehnjährigen Geburtstag
Viel Lob für großes Engagement

Neben Prominenz aus Politik und Wirtschaft kommen Künstler aus ganz Deutschland, um mit Susanne Kempf (Vierte von rechts) die Jubiläumsausstellung im Alten Schulhaus zu eröffnen. Bild: swi

Die Bude ist voll. Die Stimmung herzlich und ausgelassen. Lob kommt von allen Seiten. Schöner kann eine Ausstellungseröffnung nicht sein. Verantwortlich hierfür ist eine Frau, die seit einem Jahrzehnt Großartiges vollbringt.

Welch hohes Ansehen Susanne Kempf in der Öffentlichkeit genießt, machte die Vernissage im Alten Schulhaus deutlich. Aus der ganzen Republik waren Künstler angereist, um mit ihr die Jubiläumsausstellung "10 Jahre Denken, Fühlen, Malen" zu eröffnen. "Du machst Weiden in ganz Deutschland bekannt", lobte Bürgermeister Lothar Höher die an Multipler Sklerose erkrankte Künstlerin. Vor dem, was sie seit zehn Jahren leistet, habe er höchsten Respekt: "Nach einer solchen Diagnose die Kraft zu finden, etwas Neues zu beginnen, ist sensationell."

Vor zehn Jahren hatte die Weidenerin die Idee, mit anderen MS-Kranken eigene Werke zu präsentieren. Aus einer einmaligen Schau in Weiden sei eine bundesweite Wanderausstellung geworden. "Ich möchte behaupten, das ist die beste Ausstellung, die wir in den letzten zehn Jahren auf die Beine gestellt haben", sagte die Kuratorin bei der Eröffnung der Jubiläumsfeier. Selten habe es so viele fröhliche Bilder gegeben wie bei dieser Werkschau. "Und dabei ist die Krankheit nicht lustig", erklärte Susanne Kempf.

Über die positive Wirkung von Kunst auf das Gehirn sprach Dr. Cornelia Radeck. Dass Susanne Kempf für ihr einzigartiges Projekt auch künftig finanzielle Unterstützung bekommen werde, machte Christian Engel von BHS Corrugated deutlich: "Auf Wellpappe ist Verlass", sagte der Unternehmer, der gemeinsam mit seinem Bruder Lars die Schirmherrschaft für die Wanderausstellung 2018 übernommen hat. Für beste musikalische Unterhaltung sorgten Peter Wittmann und Horst Plössner vom Ballhaus-Orchester.

Auch bei der Ausstellung im Erdgeschoss des Alten Schulhauses erlebten die zahlreichen Besucher viel Abwechslung. Zu Stadtansichten, Landschaften und Stillleben gesellen sich Florales, Abstraktes und Figürliches. Verantwortlich hierfür sind Anja Charafeldin, Andrea Hake, Iris Hetz, Susanne Kempf, Ulrike Lautenschlager, Amelia Lee, Barbara Leinweber-Gottwald, Anna Lohneisen, Ruth Malina, Jana Schulz, Sabine Vogel und Ursula Werner. Neben den beeindruckenden Werken der an MS erkrankten Künstler gab es auch Seltmann-Porzellan für Menschen mit körperlicher Einschränkung zu sehen.

Besichtigungen sind bis Donnerstag, 29. März, werktags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr im Alten Schulhaus möglich.
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