06.04.2018 - 12:24 Uhr
Oberpfalz

Die Lage des Josefshauses schreit nach einer hohen Bebauung Turm-Idee zehn Jahre alt

Unseren aufmerksamen Lesern entgeht nichts. Die Idee, auf das Areal des Josefshauses ein Hochhaus zu setzen, sei nicht neu, meldet sich eine ehemalige Weidenerin zu zu Wort: "Mich hat schon damals die Turm-Idee begeistert." Im November 2007 berichtete "Der neue Tag" vom "Regenbogenturm".

Eckig, kantig, spitz und bunt. So stellte sich 2007 Architekt Dieter Böhm seinen Regenbogenturm vor, den er über das Josefshaus stellte. Auch heute noch ist er davon überzeugt, dass die Lage des Grundstücks nach einer hochgeschossigen Bebauung "schreit". Skizze: Böhm
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Architekt Dieter Böhm, heute 77 Jahre alt, präsentierte damals seinen freien Entwurf. Ihm ging es um "die Belebung der Baukultur in Weiden, um das Stadtbild und die Stadtentwicklung". Und um die Diskussion zu entfachen, warf er einen Stein ins Wasser - mit der Idee eines "Regenbogenturms mit Wasserfall", den er übers Josefshaus setzte.

Böhm wollte nicht alte Sünden kritisieren, sondern Vorschläge zu Verbesserungen machen - hin zu einer mutigen Stadtplanung, die allerdings auch aus einem Pool von Ideen und Vorplanungen schöpfen können müsse. Der Architekt vermisste im Stadtbild - neben den Kirchtürmen - prägende architektonische "Merkzeichen". "Wenn Weiden überregionaler Wirtschaftsstandort sein will, dann muss sie das auch darstellen, in ihrer Architektur, ihren Gebäuden".

Sein Vorschlag ist heute so aktuell wie damals: Wie Altes durch Neues sinnvoll, pfiffig, provokativ ergänzt, aufgewertet werden könne, sollten Architekten erarbeiten. "Die Weidener müssen sich Gedanken machen, wie sich die Stadt entwickeln soll."

Die Stadt lege ihr Geld gut an, wenn sie Machbarkeitsstudien (reduzierter zeichnerischer Aufwand, dafür volle Ideenleistung) in Auftrag gebe. An vielen Ecken, Plätzen, Baulücken warteten lohnende Aufgaben. Auch kleinere Bebauungspläne solle die Stadt vergeben, um die Stadtplanung zu entlasten. Bei Bedarf könnten Stadt und Investoren auf diese Vorentwürfe zurückgreifen. Diesen Weg geht die Stadt inzwischen mit kleinen Wettbewerben für die westliche Innenstadt und östliche Bahnhofsvorstadt.

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