Dominik Reisinger geht für "Sea-Eye" auf Rettungsmission
"Seefuchs" läuft aus

Dominik Reisinger geht an Bord. Bild: Philip Schülermann

Crewwechsel auf der "Seefuchs": Dominik Reisinger (26) wartet seit ein paar Tagen auf Malta, um für die Hilfsorganisation "Sea-Eye" als zweiter Maschinist in See zu stechen. Die Regensburger Hilfsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bootsflüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten. Reisinger wird sich in den zwei Wochen an Bord um den Dieselantrieb des 60 Jahre alten Schiffs kümmern. "Zurzeit bin ich im Basecamp ", erzählt er am Telefon. "Sea-Eye" hat auf Malta ein Haus, in dem sich zwei Freiwillige, die sogenannten Agenten, um die Übergabe von Crew zu Crew kümmern und alle Einkäufe erledigen, die zu tätigen sind. "Die Seefuchs liegt schon im Hafen", berichtet der Weidener. "Das Wetter war in den vergangenen Tagen sehr schlecht, deshalb ist die alte Crew früher zurückgekehrt als geplant."

Wann er und seine Truppe auslaufen, hängt ebenfalls vom Wetter ab. "Wir werden 11 Leute an Bord sein", erzählt der Werksstudent für Maschinenbau. "Ich habe sie allerdings noch nicht kennengelernt, da ich ins Team nachgerutscht bin." Die anderen hätten sich wohl schon mal getroffen. Mit der Crew, die soeben von der Mission zurückgekehrt ist, hat er schon Kontakt aufgenommen.

"Sie haben mir das Schiff gezeigt und alles erklärt. Jetzt bin ich richtig heiß drauf, bald ein Teil davon zu sein", freut sich der 26-Jährige. Reisinger weiß nicht, was auf ihn zukommt. "Ich bin einer, der sagt, wenn es nichts zu retten gibt, ist es optimal." Doch er will sich nichts vormachen: "Es ist schwieriger geworden, Menschen zu retten." Die Dunkelziffer sei relativ hoch, da immer wieder Überbleibsel von Booten gefunden würden. "Ich bin jedenfalls gespannt, was mich erwartet."
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