06.03.2018 - 19:38 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

"D'StodlAKTeure" päsentieren Lustspiel Überall Überraschungsgäste

Der reiche Onkel aus Amerika kündigt sich am Bauernhof seines Bruders Hans an. Um den hohen Besuch aus Übersee wird viel Aufhebens gemacht. Bei der Theaterpremiere in Neunkirchen mischt sich ein Überraschungsgast unters Publikum: Sascha Eibisch, der Autor des Stücks.

"Der Onkel aus Amerika" wird mit Musik und amerikanischen Fähnchen empfangen und sorgt für große Aufregung bei Familie Sternmeier. Bild: rdo
von Autor rdoProfil

Neunkirchen. Auf dem Hof der Familie Steinmeier bereiten sich alle auf den US-Onkel vor: Bäuerin Kathi (Sandra Hirmer) kauft fleißig ein, Magd Zenzi (Celine Michalke) bringt Haus und Gästezimmer auf Hochglanz, Knecht Toni (Tobias Rebhan) lernt eifrig Englisch, um Eindruck zu schinden. Nur Bauer Hans (Bernhard Irlbacher) wird als Allerletzter über den Besuch eingeweiht.

Bereits zum fünften Mal hat sich die Theatergruppe zusammengefunden, um mit viel Elan ein bäuerliches Lustspiel im alten Schulhaus in Neunkirchen auf die Bühne zu bringen. Unter dem Dach des Freundeskreises der evangelischen Landjugend sind "D'Stodl-Akteure" in Neunkirchen heimisch geworden. Als der Onkel (Reinhard Brunner) endlich kommt, wird er mit viel Trara empfangen. Nicht fehlen darf die neugierige Nachbarin Gerda (Melanie Rebhan), die Tratsch im ganzen Dorf verbreitet.

Es wäre kein Lustspiel, wenn es nicht zu zahlreichen Missverständnissen kommen würde. Warum die dominante Bäuerin schließlich doch ihre Regentschaft auf dem Hof verlor und was der Onkel im Gepäck hatte, das erfahren die Gäste bei weiteren Aufführungen am 9./17./23. und 24. März, zu denen es noch Karten im Vorverkauf bei TTL in Ullersricht und an der Abendkasse gibt. Katharina Striegl leistete Dienste als Souffleuse, Josef Beer in der Bühnentechnik, Sigrid Künkler bei der Regie und Marion Helgert im kreativen Design der Plakate und der Bühne.

Autor Eibisch freute sich über ein kleines Geschenk. Aus seiner Feder stammen schon 40 Theaterstücke und 35 Fernsehdrehbücher. Über Facebook hatte er von der Aufführung erfahren und war mit Gattin Karin aus dem oberfränkischen Naila gekommen. Er erläuterte, dass der Dreiakter schon in Aachener Plattdeutsch ("Öcher Platt"), Holländisch, Tschechisch und Schwyzerdütsch aufgeführt worden ist: Jetzt kam auch noch Oberpfälzisch dazu. Wobei selbst er schon genau hinhören musste, um alle Ausdrücke zu verstehen, gestand der Franke.

Großen Applaus gab es auch vom Premierenpublikum. Etwas unglücklich fand Bernhard Irlbacher, dass zeitgleich am Samstag eine weitere Theaterpremiere in Neunkirchen stattfand. Man wolle sich bemühen, solche Terminüberschneidungen künftig zu vermeiden.

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