04.05.2018 - 21:30 Uhr
Oberpfalz

Ein "Hackathon" soll neue Konzepte für das ländliche Gesundheitswesen entwickeln Es "hackt" damit's nicht hakt

"Innovative Konzepte im Gesundheitswesen, um die Bevölkerung im flachen Land zu halten": Nicht weniger verspricht sich Neustadts Landrat Andreas Meier vom dreitägigen "Hackathon", der am Freitag zum Thema "Rural Health" (ländliche Gesundheit) in den Räumen der OTH in Weiden begonnen hat. In elf Arbeitsgruppen, sogenannten Challenges, sollen Betroffene aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, auch Studenten und Patienten, neue Versorgungskonzepte für den ländlichen Raum entwickeln. Veranstalter sind Landkreis Neustadt/WN, OTH und Kooperationspartner.

Die zeichen stehen auf grün: Finanzminister Albert Füracker (rechts) eröffnete den "Hackathon Rural Health" in der OTH. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Die Themen der drei Tage sind umfassend: "Essen zu Hause", "soziale Kontakte im Alter", "Bürgeraktivierung", "psychische Gesundheit" oder "Kommunikation zwischen Ärzten". Zentraler Inhalt soll die ärztliche Versorgung sein. Experten betreuen als "Coaches" die Arbeitsgruppen. Bei der öffentlichen Abschlusspräsentation am Sonntag ab 14.30 Uhr im Großen Hörsaal wird eine Experten-Jury die Vorschläge bewerten und Preise vergeben.

Zur Eröffnung forderte Bayerns Finanzminister Albert Füracker "fachübergreifendes Denken für Modellkonzepte im Gesundheitswesen, damit die alten Menschen dort bleiben können, wo sie wohnen und die Jungen wieder zurückkommen". Er lobte die Strategie "Konzepte aus der Region heraus zu entwickeln". Die Steuergelder zur Finanzierung des Projekts seien gut angelegt. Er forderte aber auch eine "Heimatstrategie der Wirtschaft". Für Landrat Meier ist das Ziel des Hackathons "hoch aufgehängt": Prototypen, Blaupausen und Leitfäden zur ländlichen Gesundheitsversorgung. OTH-Präsidentin Professor Andrea Klug sprach davon, dass in "kreativem Umfeld die Bausteine und Rahmenbedingungen für erfolgreiche Gesundheitsstrategien geschaffen werden sollen".

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