Einsatz nach Wasserrohrbruch in Weidener Innenstadt [Aktualisierung]
Leck im Untergrund

Sonntagmorgen am Rotkreuzplatz: Mit hohen Druck schießt Wasser aus dem Untergrund, drückt Teile des Gehwegs hoch und spült Erdreich in die Umgebung. Bild: Gustl Beer

Erste Meldungen klingen dramatisch. Ein Rohrbruch setzt nachts eine Durchgangsstraße unter Wasser, Keller scheinen in Gefahr zu sein. Am Morgen ist die Lage entspannt - aber ein altes Problem tritt zutage.

(za) Nach einem Wasserrohrbruch "mit großem Ausmaß", wie die Polizei in der Nacht zum Sonntag mitteilte, waren Feuerwehr und städtische Mitarbeiter am Rotkreuzplatz im Einsatz. Große Mengen Wasser sprudelten aus dem Boden. Die Polizei erhielt gegen 1 Uhr die Mitteilung eines Verkehrsteilnehmers. Das Wasser breitete sich im Bereich der Prinz-Ludwig-Straße und auch der Dr.-Martin-Luther-Straße rasch aus, stieg stellenweise über Bordsteinhöhe an, drückte Gehwegplatten hoch. Eine erste Meldung, dass auch Keller überflutet seien, bestätigte sich nicht. Die Feuerwehr war angerückt, musste aber keine Untergeschosse auspumpen.

Sorgen bereiteten laut Polizei einige Passanten - darunter Angetrunkene - die zu nah an den Ort des Geschehens herangetreten seien. "Es war zu diesem Zeitpunkt nicht auszuschließen, dass die Teerdecke einstürzen ... könnte." Die Hauptdurchgangsstraße wurde vorübergehend gesperrt, das Wasser für einige Häuser abgedreht. Die Stadtwerke leiteten noch in der Nacht die Reparatur der Hauptleitung ein, im Lauf des Sonntags waren die Arbeiten vorerst abgeschlossen. Laut Stadtwerke-Chef Johann Riedl war eine Asbestzement-Leitung beschädigt. Sensibles Material, wie er beklagt, mit Neigung zu großen Lecks.

Die bis vor wenigen Jahrzehnten auch in Weiden über weite Strecken verbauten Leitungen sind als Problem erkannt: "Wir wechseln sie sukzessive aus," sagt Riedl und sieht es als Aufgabe für mehrere Jahre, die anfälligen Rohre zu "eliminieren". Alle auf einmal - das sei aber leider nicht möglich.
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