Enkeltochter (26) nach Ausraster vor Gericht
Oma gewürgt, Opa gebissen

Symbolbild: dpa

Ursprünglich vermutete die Polizei sogar ein versuchtes Tötungsdelikt. Schließlich stellte sich aber heraus, dass das Ganze doch "einige Nummern kleiner" anzusetzen war. So kam es zum Strafverfahren wegen Körperverletzung gegen eine 26-Jährige.

Die Frau hatte Mitte Mai ihre Großmutter am Hals gepackt und gewürgt, den Großvater in den Arm gebissen. Nun stand sie vor Richter Hubert Windisch und Staatsanwältin Franziska Paintner. Wie es denn dazu gekommen sei, fragte Windisch. Sie habe "Stress mit ihrem Freund" gehabt, antwortete die Angeklagte. Dann sei auch noch die schlechte Laune ihrer Großeltern hinzugekommen, weil sie eine Woche zuvor ihren Goldschmuck aus der Wohnung geholt und für 1000 Euro verkauft hatte. Als ihr die Oma das Handy weggenommen habe, sei es zu Handgreiflichkeiten gekommen. Sie habe die alte Frau gepackt, um es wiederzubekommen. Als der Großvater seiner Frau half, habe sie ihn gebissen.

Mittlerweile verstehen sich die Großeltern und ihre Enkelin wieder. Die alten Leute hatten auch keinen Strafantrag gestellt. Täglich, so berichtete die Oma, komme ihre Enkelin und helfe im Haushalt. Alles sei "wieder okay". Mit Zustimmung von Staatsanwältin Paintner stellte Richter Windisch das Verfahren ein.
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