Evangelische Jugend zeigt Ergebnis von "Knockin on Heavens Door"
Schlange vor den Luthertüren

Ehrengäste beim Vortanzen und die Jugend im Saal machten mit. Bilder zur Auswahl.

Türen trennen Räume, wenn sie geschlossen sind. Die Evangelische Jugend im Dekanat Weiden stellt deshalb die Frage, welche Türen für eine zukunftsfähige und tolerante Gesellschaft zu öffnen sind. Damit will sie möglichst viele Menschen erreichen, auch solche, die nicht aus dem kirchlichen Bereich kommen.

(kzr) Aus dem Dekanat Weiden hatten sich 60 Gruppen beteiligt. Sie sollten viele Türen gestalten. Am Ende präsentierten sie 70 Türen in einer Ausstellung im Haus der evangelischen Gemeinde. Geplant war das Projekt eigentlich im Max-Reger-Park, wegen des Regenwetters wurde sie aber verlegt.

Die Aktion war eingebunden in die bayernweite Kampagne der Evangelischen Jugend in Bayern "Reformation reloaded". Die örtlichen Gruppen von Mitterteich bis Amberg und von Speichersdorf bis Vohenstrauß überlegten, diskutierten und waren kreativ. Die Ausstellung sollte neugierig machen und zum Nachdenken anregen. Motto war "Knocking On Heavens Door - Wir öffnen Türen".

Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum begrüßte den Schirmherrn Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Dekan Wenrich Slenczka. Er stellte einige bemalte, beklebte und mit unterschiedlichen Farben und Materialien gestaltete Türen vor.

Zur Ausstellung gehörten spannende Überraschungen: Türen von Autos, Türen zum Öffnen und Schließen, Türen mit Airbrush und Mosaiken. Auch Künstler Axel T. Schmid hat sich mit Gruppen beteiligt. "Mit einer Tür und 95 Thesen fing alles an. Wir knüpfen daran an und wollen es kreativ angehen", sagte Vitzthum.

"Christus schenkt uns Freiheit", sagte Slenczka. Auch Flüchtlinge beteiligten sich und stellten Freiheit aus ihrer Sicht dar. Gefragt wurde auch OB Seggewiß, wann er als Oberhaupt der Stadt viele Türen öffnen muss. "Ich höre Menschen in meiner Sprechstunde zu. Auch in Versammlungen und mit Bürgern und öffne ich so Türen."

Pünktlich um 17.17 Uhr läuteten bayernweit die Glocken, um an den Thesenanschlag vor 500 Jahren zu erinnern. Die Jugend wollte die Gäste und Besucher auch in Bewegung bringen und überlegte sich einen "Reformations-Shuffle". Mitmachen mussten auch die Ehrengäste auf der Bühne. Vier Schritte rechts, vier Schritte links, Seit-Step und drehen, das klappte bei den Vortänzern Seggewiß, Slenczka, Thomas Vitzthum und Referentin Susanne Götte aus dem Dekanat Weiden gut.

Daneben überraschte die Jugend mit leckeren Muffins als Häppchen. Der Posaunenchor unterhielt die Gäste musikalisch. Später wechselte sich der Chor mit der Band "Whizzkids" ab.
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