25.10.2017 - 12:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Falschnachricht verbreitet sich per Whatsapp - Tipps der Polizei Gerücht: Falsche Feuerwehrleute prüfen Rauchmelder

Achtung: Gerüchten zufolge sollen in der nördlichen Oberpfalz falsche Feuerwehrleute unterwegs sein, die die Rauchmelder in Wohnungen überprüfen wollen. Ihr Ziel ist jedoch nicht die richtige Funktion der Geräte. Sie wollen die Bewohner bestehlen. Die Polizei bittet um Vorsicht.

In der nördlichen Oberpfalz sollen Gerüchten zufolge falsche Feuerwehrleute unterwegs sein, die Rauchmelder überprüfen wollen. Doch Vorsicht: Es könnten Betrüger sein, die Wertgegenstände stehlen wollen.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

 
Zur Zeit liegen keine Fälle falscher Feuerwehrleute beim Polizeipräsidium der Oberpfalz vor. "Aktuell sagt mir das nichts", sagt Pressesprecher Albert Brück. Aber: "Die Masche ist uns bekannt." Immer wieder informieren Betroffene die Beamten, dass sie auf diese Weise betrogen und bestohlen wurden. Den Tätern geht es nicht um die Rauchmelder. Sie wollen sich Zutritt zur Wohnung verschaffen und stehlen beim vermeintlichen Prüfen der Geräte Wertgegenstände. 

Warnung per WhatsApp

In den vergangenen Tagen kursierte eine WhatsApp-Nachricht, mit der der anonyme Verfasser vor falschen Feuerwehrmännern und dem angeblichen Service warnt. In der Nachricht heißt es: "Wir bekommen gerade Meldung intern von der Feuerwehr. ..es sind Leute unterwegs, die sich von Haus zu Haus durcharbeiten und kontrollieren wollen, ob die jetzt seit Januar gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder vorhanden sind....nicht rein lassen und Polizei rufen. ...eine organisierte Verbrechen Bande!!!Weiter posten!! In Poppenricht wurden heute schon Bewohner angerufen, da diese Leute Termine ausmachen wollten um zu kommen und zu schsuen. Is etz kein Witz..."

Mittlerweile warnt auch die Polizei Oberpfalz vor dieser Falschmeldung (Hoax), die ihre Runde macht. Mimikama, ein Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch, berichtet auf seiner Seite ebenfalls über die Falschnachricht. 

Auch die Feuerwehr Vilseck warnt auf ihrer Facebook-Seite vor dem möglichen Betrug. 

Tipps der Polizei

In einem aktuellen Fall, der dem Präsidium vorliegt, gaben sich Gauner als Polizeibeamte aus. "Die Menschen haben gegenüber Polizei und Feuerwehr großes Vertrauen", erklärt Brück den Erfolg der Täter. Der Pressesprecher nennt aber auch Tipps, wie sich die Leute davor schützen können:

  • "Man darf durchaus skeptisch sein", findet Brück. Sollten vermeintliche Feuerwehrleute und Polizisten an der Haustüre klingeln und vorgeben, die Rauchmelder zu überprüfen, sollen die Bewohner nachfragen, um welche Feuerwehr es sich handelt. Dann sollen die Bewohner sich bei der Rettungsleitstelle oder einem ihnen bekannten Feuerwehrmann erkundigen, ob es den Service wirklich gibt. Die Unbekannten sollen derweil vor der Haustüre warten. "Einer, der nichts Gutes vorhat, wird sehr schnell weg sein", sagt Polizeisprecher Albert Brück.
  • Die Betroffenen sollen dann die Polizei informieren.  

Hintergrund der möglichen Betrügermasche ist, dass in Bayern für bestehende Wohnungen bis 31. Dezember 2017 Rauchmelder installiert sein müssen. 

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