14.02.2018 - 16:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Geldbeutelwaschen des Stammtischs der "Höslbräu-Schänke" Frisches Geld für geschundene Börsen

"Traditionsgemäß ohne Frag', trifft man sich am Aschermittwochtag, wo das Geldbeutelwaschen findet statt, hier beim Höslbräu in Rothenstadt", reimt Festredner Günther Mayer.

Viele waschen ihre Geldbeutel - denn das Mühlbachwasser schwemmt neues Geld hinein. Bild: Dobmeier
von Autor rdoProfil

Wer am Faschingsdienstag zu tief ins Glas geschaut hatte, wurde bei schattigen Frosttemperaturen zur Zeremonie am Vormittag wieder frisch. Als Sprecher des Stammtischs der Höslbräu-Schänke begrüßte Lorenz Liener tief betrübt in Zylinder und Frack die Trauergemeinde, die dem Ende der viel zu kurzen Faschingszeit nachklagten. Festredner Mayer reimte: "Ham uns versammelt vor dem Hösl-Haus und waschen unsere Geldbeutel aus. Denn in dem Wasser aus dem Dorfbach steckt ein Zauber, da werden die Geldbeutel besonders sauber."

"Tut euch nicht genieren, zeigt an guten Wüll'n - denn nach altem Glaub'n soll's wieder a neis Geld neispüln!", machte Mayer Hoffnung. Viele wuschen die Münzen aus ihrem Geldbeutel und hängten die an der Wäscheleine auf. Der Rothenstädter Storch war neugierig und segelte über die Köpfe der Gäste hinweg. Weil in diesem Jahr der Aschermittwoch auf den Valentinstag fiel, spendierte Wirtin Piroschka Hösl für alle Damen eine Rose.

Das Hartgeld aus den gewaschenen Geldbeuteln fiel mit 76,67 Euro etwas mau aus. Vermutlich hatten die Gemeindemitglieder während des Faschings viel gezecht. Die Sammlung mit dem Zylinder beim "Scheinwerfertag" erbrachte ein erfreuliches Ergebnis, das der Stammtisch als Spende dem Kindergarten St. Wolfgang übergeben soll.

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