26.02.2018 - 20:16 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Generationen-Mentor bringt Jung und Alt zusammen Ein Miteinander schaffen

Wenn Jung und Alt an einem Strang ziehen, dann können daraus spannende Projekte wie ein Generationen-Chor, ein Spielefest oder ein Frauencafé entstehen. "Eine Bereicherung für alle Beteiligten und für das Leben in einer Gemeinde", sagt Christiane Mais, Referentin für Senioren- und Persönlichkeitsbildung bei der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Bistum Regensburg. Sie koordiniert die Qualifizierung zum Generationen-Mentor. Ein neuer Grundkurs startet am 23. März im Haus Johannisthal, Windischeschenbach.

"Die Generationen sollten voneinander mehr wissen, um miteinander mehr zu machen." Zitat: Christiane Mais, KEB Bistum Regensburg
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Was macht ein Mentor?

Christiane Mais: Er hilft, Menschen anzusprechen und zusammen zu bringen. Er ist das verbindende Element, begleitet und vernetzt sie.

Frau Mais, warum brauchen wir Generationen-Mentoren?

Zwischen den Generationen gibt es einfach keine echten Begegnungen mehr. Laut einer Studie der OTH Regensburg treffen Jüngere und Ältere vor allem in der Schule, bei Familienfeiern oder im Sportverein aufeinander. Darüberhinaus tut sich nicht viel. Klar, es gibt Seniorenbeauftragte. Ein Generationen-Mentor ist aber mehr, bindet die Jüngeren mit ein. Man muss nur wissen, wie man die verschiedenen Altersgruppen anspricht und für ein gemeinsames Projekt begeistert.

Was beinhaltet der Kurs?

Die Qualifizierung besteht aus einem dreitägigen Grundkurs und dem zweitägigen Aufbaukurs. Die Teilnehmer lernen unter Anleitung, die Bedürfnisse der Generationen zu verstehen und nehmen auch ihre Gemeinde unter die Lupe, ob sie generationenfreundlich ist oder wie sie es werden könnte. Im Aufbaukurs sollte jeder Teilnehmer ein Projekt entwickeln, das von Alt und Jung gemeinsam und gleichberechtigt umgesetzt wird.

Wer kann sich anmelden?

Im letzten Kurs hatten wir fünf Männer und zehn Frauen. Darunter waren eine Eltern-Kind-Gruppenleiterin, ein Seniorenbeauftragter, eine Erzieherin, Sozialpädagogen, die Frau eines Bürgermeisters und eine Bäuerin. Auch können sich Haupt- und Ehrenamtliche aus der Seniorenarbeit, der Pflege, kirchliche Vertreter oder Gemeinderäte engagieren. Ein wenig Lebenserfahrung kann nicht schaden.

Welches Projekt hat Sie zum Beispiel beeindruckt?

Da gibt es einige Projekte, aber den Generationen-Chor fand ich besonders gelungen. Hier hatte sich die Sekretärin des örtlichen Bürgermeisters als angehende Mentorin engagiert und einen gemischten Chor auf die Beine gestellt. Der sang dann auch beim Bürgerfest in Obertraubling.

Gibt es den Chor noch?

Wir wünschen uns natürlich, dass die Ideen aus den Praxisarbeiten auch weiterbestehen. Die Realität sieht leider oft anders aus. Das Chorprojekt hat zumindest mehrere Chorleiter an einen Tisch gebracht. Man kennt sich jetzt und weiß voneinander. Vielleicht entstehen daraus neue Dinge.

Was nehmen die Teilnehmer mit?

Da zitiere ich eine Teilnehmerin aus dem letzten Kurs: "Es hat viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt, vor allem für meine Arbeit in der Gemeinde."

Anmeldung bis spätestens Dienstag, 6. März bei der KEB im Bistum Regensburg unter Telefon 09402/9477-0.

Die Generationen sollten voneinander mehr wissen, um miteinander mehr zu machen.Christiane Mais, KEB Bistum Regensburg

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